PerfidiousWordsRuhig war es um Lars und Drazen alias Perfidious Words in den vergangenen Jahren. Nachdem sie Anfang des Jahrtausends unter anderem als Support von De/Vision, Wolfsheim und And One für Aufsehen sorgen konnten, machten sich die beiden Karlsruher ab 2003 rar. Mit ihrem dritten Album „Feel Like Me“ feiern sie dieser Tage ihr Comeback und servieren oben drauf noch eine umfangreiche (Live) DVD.

Angefangen haben Lars und Drazen bereits 1991, damals noch als Coverband. 1997 unterschrieben sie ihren ersten Plattenvertrag. In den folgenden sechs Jahren lieferten die beiden Karlsruher in stetiger Regelmäßigkeit neues Material für die Synthiepopgemeinde.
Neben leichtfüßigen Melodien war es vor allem die Stimme von Lars, die eine starke Ähnlichkeit mit der von Dave Gahan aufweist, die die Fans seit jeher begeistert.

Und so verwundert es kaum, dass der Rezensent nach dem Opener „My Body’s Needs“ zunächst irritiert und dann erstaunt auf das eben Gehörte reagierte.
Sowohl der Sound, als auch die Arrangements und der Gesang erinnern sehr stark an Depeche Mode. Erfreulich hieran ist allerdings, dass es die beiden Musiker schaffen nicht wie ein plumper Abklatsch der Superstars zu klingen.
Reminiszenzen an Dave und Co. finden sich auch in Songs wie „Feel Like Me“ oder „Mirror“ wieder, wenn auch etwas subtiler als beim Opener.

Coldplay scheinen dagegen mit ihrem Evergreen ‚Clocks‘ als Inspiration für „Another Day“ gedient zu haben. Trotz der bezeichnenden Ähnlichkeit der Synthie-Line, hat der Song noch genug Potenzial, um durch seine Eigenständigkeit zu überzeugen.
Hear Me Calling“ bedient sich wiederum an Paradise Losts ‚Nothing Sacred‘, was glücklicherweise ebenfalls nicht weiter ins Gewicht fällt, sondern dem Track das gewisse Etwas verleiht.

Auch bei den weiteren Songs des Albums beweisen Drazen und Lars ein gutes Händchen was Melodien und Produktion angeht. Die synthetischen Popklänge dominieren dabei auf dem Album, auch wenn der Sound hier und da mal etwas rauer wird.
Neben balladesken Songs wie dem fragilen „Stay“ oder dem sphärischen „Somehow„, gibt es mit „Take Me Back“ noch was fürs Tanzbein. Leider bleibt es auch nur bei diesem einen Powackler…

Als Bonus gibt es oben drauf eine DVD zum Album, auf der euch ein komplettes Konzert aus Deutschland, zwei Liveaufnahmen aus Rom, eine Studiosession und zum Schluss noch der Videoclip zu „Spreading Silence“ erwarten.

Perfidious Words bieten auf „Feel Like Me“ soliden und modernen Synthie-Pop, der allerdings überwiegend im unteren Midtempobereich angesiedelt ist. Etwas mehr Dampf hätte dem Album zwar gut getan, aber auch so liefern die beiden Krefelder ein interessantes Comeback ab.

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www.myspace.com/perfidiouswordsmusic
www.perfidiouswords.de

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Kommentar

  1. Mirrorball
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    18.9.2009 - 15:52 Uhr

    Endlich! Nach viel zu langer Zeit liefern pw ein kleines Meisterwerk ab. Bleibt zu hoffen, dass es auch ein paar Auftritte in D geben wird.