Mit dem Begriff ‚Freiheit‘ umschreibt man im Allgemeinen einen Zustand, in dem ein Mensch ohne Zwang zwischen verschiedensten Optionen wählen kann, um sich dadurch entsprechend persönlich zu entfalten. ‚Freiheit‘ ist also unter anderem die Autonomie eines handelnden Menschen.Eben jene wiedererlangte Freiheit zelebrieren die ehemaligen And One Keyboarder Chris Ruiz und Gio van Oli in ihrem ganz eigenen Pakt..

Man könnte an dieser Stelle einen ‚Psalm‘ über die vergangenen Monate von And One verfassen. Dankenswerterweise hat Steve Naghavi höchstpersönlich diese Aufgabe bereits übernommen und ein entsprechendes Schriftstück verfasst. In diesem, bisweilen selbstkritischen aber auch mit dem Finger auf andere Personen zeigenden Seelenstriptease, versucht Steve den Ausstieg von Chris und Gio zu erklären. Wer sich eine gute Stunde für dieses öffentliche Lippenbekenntnis, unter anderem zum Keyboard-Playback bei den Liveshows, aufraffen kann, der erfährt hier einige interessante Details und Geschichtchen aus dem bandinternen Umfeld.

Nichtsdestotrotz geht es hier um das Debüt von Chris und Gio, die zusammen als Pakt. einen eigenen musikalischen Weg eingeschlagen haben. Unterstützt und produziert von Mic Schröder, der in den 90ern u.a. zusammen mit Gio in der Band Dark Voices spielte, wurde mit „Freiheit“ ein tanzbares und deutliches Statement geschaffen.

Abrechnung und Aufbruch?

So könnte man jedenfalls den Text von „Freiheit“ interpretieren. Musikalisch lassen Chris und Gio allerdings keinen Zweifel über die eigene Herkunft aufkommen. Stampfender Beat, knarzende Synthies und verspielte Sequenzen verleihen dem Song eine gewisse „And One’sche Attitüde“.
Eben diese Attitüde ist es auch, die einem das Gefühl vermittelt, dass „Freiheit“ genau das ist, was man auf dem letzten And One Album vergeblich gesucht hat. Dabei ist die Single jetzt nicht die ultimative Neuerfindung des Rades, wird aber ganz sicher den Einzug in die Clubs finden.

Etwas weniger poppig kommt die B-Seite „Angriff„, die nicht nur gesanglich an „Fernsehapparat“ erinnert. Die voluminöse Hookline setzt sich letztendlich dann doch vom genannten Song ab und verleiht „Angriff“ eine gewisse Eigenständigkeit.

Die Remixes für die Single wurden unter anderem von den Labelkollegen ‚Formalin‘, dem ‚Funker Vogt‘ Mitglied G. Thomas und Robert Goerl von ‚DAF‘ angefertigt. Die Ergebnisse fallen zwar durchaus differenziert aus, orientieren sich aber dennoch relativ deutlich am Original. Während Robert Goerl dem Song minimalistischere Züge verliehen hat, wird es bei dem Mix von Formalin etwas experimenteller.

Chris und Gio liefern mit Freiheit ein interessantes und tanzbares Debüt ab. Die musikalische Autonomie ist dem Duo mit diesem Ohrwurm durchaus gelungen. Dennoch bleibt abzuwarten, ob auch die musikalische Authentizität auf folgenden Veröffentlichungen die Oberhand gewinnt.

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9
Kommentare

  1. Phil Zander
    9
    16.8.2011 - 21:17 Uhr

    Tut mir echt leid, aber das klingt einfach nur Pansig…. Ein paar gute Ansaetze sind drin. Mit nem Kasten Bier und ner Pulle Beam höre ich vielleicht mal mit…… Sonst nich… Basta

  2. Fatalist
    8
    16.8.2011 - 12:50 Uhr

    Ok, bis zur 35 Sekunde hab ich es geschafft, danach war die Luft raus.

  3. Andreas Kaiser
    7
    13.8.2011 - 23:14 Uhr

    Hey ich finds klasse ! Und Steve: Super Idee : Klinkst die Beiden einfach so aus And One aus, schreibst denen 2 Songs und machst daraus ein lukratives Sideproject ;) Das ist SO nah am And One Sound, das kann nur eine SN Idee sein. Meinen Respekt ! Marketing at it´s Best….

  4. Comment
    6
    13.8.2011 - 22:15 Uhr

    Genau! 4 von 5 sind taub. Einer hat den Durchblick!
    Super Argumentation übrigens: „KLASSE MUSIKE“…
    Inhaltlich genauso intelligent wie der Text dieses Machwerks.

  5. -easytiger-
    5
    13.8.2011 - 18:35 Uhr

    Die vier Kommentarverfasser vor mir müssen taub`sein …
    KLASSE MUSIKE … MEHR DAVON !

  6. MrRued
    4
    13.8.2011 - 17:25 Uhr

    Keyboard? Na der Computer schätze ich :)
    ich finde es lächerlich, die ganze Szenerie um And One zu benutzen, um sich etablieren zu wollen. Aufmerksamkeit bekommen sie ja nicht, weil sie ein gutes Projekt machen, sondern weil sie ja so „böse unterdrückt“ wurden. Und wenn am Ende das ganze Projekt wie Fernsehappart klingt, dann wirds einfach mal Kacke. Live nervte das Rumgeschrei von dem Typen sowieso und nun ein ganzes Projekt? Naja…

  7. rockgegner
    3
    13.8.2011 - 8:54 Uhr

    da lol und liian vollkommen recht!! lachhahftes liedchen und video, wer hat denn da überhaupt dann keyboard gespielt??

  8. lilian
    2
    12.8.2011 - 23:02 Uhr

    bin da völlig deiner meinung, versteh es ebenfalls nicht, so ein wirbel um NICHTS. sorry was soll so ein müll!

  9. LOL
    1
    12.8.2011 - 22:56 Uhr

    Warum nennen die sich eigentlich nicht „And Two“? Kaum möglich, And One an musikalischer Belanglosigkeit, textlicher Stumpfsinnigkeit und stimmlicher Unterbemitteltheit zu unterbieten – aber herzlichen Glückwunsch: Pakt gelingt dies ausnahmslos!
    Das Ding als Ohrwurm zu bezeichnen?! Aber das ist ja die Freiheit des Verfassers…