Oliver WandAm 16. Mai erscheint das neue Album „That Night“ von Obscenity Trial. Im Rahmen der bevorstehenden Veröffentlichung haben wir mit Mastermind und Sänger Oliver Wand ein ausführliches Interview geführt. Des Weiteren habt ihr exklusiv bei uns die Möglichkeit, den Song „My Mind Your Mind“ im „Edge of Dawn“ Remix GRATIS zu downloaden!

An dieser Stelle nun das komplette Interview mit Oliver Wand. (Den Download findet ihr weiter unten!)

Mit „That Night“ released ihr am 16. Mai euer neues Album. Wie fühlt ihr euch vor dieser Veröffentlichung und was sind eure persönlichen Erwartungen?

Wie vor jeder neuen Veröffentlichung bin ich nervös und sehr gespannt auf die Reaktionen „da draussen“. Dadurch, dass man als Komponist die Songs von der ersten Note an bis zum fertig produzierten Song millionenfach hört, hat man einfach keinen Abstand mehr und kann seine eigenen Songs nicht mehr bewerten. „Erwartungen“ ist in dem Fall vielleicht etwas hochgegriffen. Natürlich gibt es Hoffnungen oder Wünsche, aber die behalte ich lieber für mich. *lach*

Wie lange habt ihr an eurem dritten Album gearbeitet und gab es im Vergleich zu vorherigen Produktionen Neuerungen? Habt ihr dieses Mal auch mit „organischen“ Instrumenten gearbeitet?

Ich schreibe ständig Songs und zu einem bestimmten Zeitpunkt durchforste ich mein Archiv nach den Songs, die möglicherweise zusammen auf ein Album passen könnten. Während der dann startenden Produktionsphase werfe ich das noch mindestens zwanzig mal über den Haufen, schreibe noch neue Songs und stehe am Ende mit einem fertigen Produkt da. :-)

Die effektive Produktionszeit für das Album waren etwa acht Wochen. Die wesentlichste Neuerung ist sicherlich die, dass ich dieses Mal nur drei Songs mit Olaf Wollschläger produziert habe, und die restlichen ganz alleine. Da ich bei den vorherigen Veröffentlichungen vollständig mit einem Produzente gearbeitet habe, führt dies natürlich auch zu deutlich mehr Nervosität bei dieser Veröffentlichung, da sich das Klangbild sicherlich im Detail schon geändert hat. Die Bewertung, ob das gut oder schlecht ist, überlasse ich den Hörern.

Wenn Du mit „organisch“ nicht-elektronische Instrumente meinst, nein. Das Album ist – wie die vorherigen Alben auch – eine rein elektronische Produktion.

Hört man sich die neuen Songs an, bekommt man das Gefühl, dass hier eine sehr persönliche Geschichte verarbeitet wurde, was steckt dahinter?

Letztlich haben alle Songs eine (ungeplante) Gemeinsamkeit: Die Suche nach sich selbst und die Suche nach Geborgenheit. Ungeplant deshalb, weil mir das erst bewusst wurde, nachdem das Album fertig war. Man könnte jetzt vermuten, dass ich zum Zeitpunkt der Produktion selbst danach gesucht habe, ironischerweise ist das aber nicht der Fall gewesen.

Ihr wart vor kurzem in den USA und habt dort neben einigen Konzerten auch ein neues Video gedreht. Wird dieses Video auch seinen Weg ins TV finden oder wird es nur auf den gängigen Onlineplattformen zu sehen sein?

Wenn ich Dich korrigieren darf: Wir haben das Video zu „My Mind Your Mind“ in Paris gedreht.
Natürlich starten wir auch mit diesem Video wieder eine TV-Promotion und da das Video zu „Daydream“ bereits bei einigen Sendern zu sehen war (sowohl auf Rotation als auch im „Handeinsatz“), hoffen wir natürlich, dass auch das neue Video seinen Weg auf die Mattscheiben dieser Welt finden wird. ;-)

Denkst du, dass es heutzutage generell schwerer geworden ist, seine Musik in den Medien zu platzieren oder benötigt man dazu einfach nur die richtigen Kontakte? Generell macht ihr ja schon recht radiotaugliche Musik.

Die Frage ausführlich zu beantworten hiesse, das Konstrukt „Musikbusiness“ nun zunächst einmal im Detail darzustellen. Und das würde sicherlich hier jeglichen Rahmen sprengen.
Aber man braucht zu all dem „Business“ auch durchaus eine gehörige Portion Glück. Uns ist es mit „Daydream“ gelungen, von etlichen Radio- und TV-Sendern gespielt zu werden und das zeigt, dass es letztlich dann doch immer nur um eins geht: den Song.


Obscenity Trial gab es bereits in den 90er Jahren. Anno 1996 habt ihr euer erstes Album mit dem Titel „INTOXICATION“ veröffentlicht. Danach wurde es sehr ruhig um euch. Was ist in der Zeit bis „Here & Now“ (2006) passiert und wieso gab es dazwischen kein Lebenszeichen von Euch?

Wir sind damals an einen Punkt gekommen, der bei uns in der damaligen Besetzung zu einer Menge Unzufriedenheit geführt und uns den Spaß genommen hat. Das war der Hauptgrund, warum wir uns dann entschieden haben, das Projekt Obscenity Trial in der damaligen Form auf Eis zu legen.
Ich selbst habe danach nie aufgehört, Musik zu machen. Neben der mehrjährigen professionellen Gesangsausbildung habe ich zum Beispiel in einem Musical in Köln gespielt aber dabei nie meine Leidenschaft für die elektronische Musik verloren oder vergessen.

Als ich 2004 mit Frank (Keyboarder) zusammen saß, war uns beiden sehr schnell klar, dass wir mit „Obscenity Trial“ wieder auf die Bühne wollten. Dass kurze Zeit später ein Plattenvertrag, eine ausverkaufte Tour als Support von AND ONE und alle sonstigen Dinge passieren würden, war überhaupt nicht geplant und wir hätten jeden ausnahmslos ausgelacht, der uns das im Vorfeld erzählt hätte!

Wenn du das erste Album mit dem kommenden Release und dem letzten Album vergleichst, findest du, dass ihr euch sehr von eurem Ursprung weg entwickelt habt oder klingt Obscenity Trial im Kern noch so, wie damals?

Im Kern klingt O.T. wie O.T., denn O.T. ist Electropop und wird das auch immer bleiben :). Aber natürlich klingen die Songs heute anders als vor einem Jahr oder sogar vor 10 Jahren. Man entwickelt sich selbst ja auch immer weiter. Sowohl als Songwriter, Produzent als auch als Mensch. Und das spiegelt sich zwangsläufig in den Songs wieder, die man schreibt.

Wird es das erste Album nochmals als Re-Release geben?

Zum jetzigen Zeitpunkt ist dies zumindest nicht konkret geplant. Das kann sich schneller ändern, als ich mir dessen jetzt bewusst bin. Mit meinem Label Major Records habe ich diesen Punkt im Vorfeld der neuen Veröffentlichung ausführlich diskutiert und wir haben eine Re-Release-Option zumindest im Hinterkopf.

Ihr habt bereits vor einiger Zeit „Infacted Recordings“ verlassen und seid nun, wie du eben bereits sagtest, bei „Major Records“ unter Vertrag. Gab es hierfür bestimmte Gründe?

In einer geschäftlichen Partnerschaft kann man mit der Zeit durchaus mal zu dem Punkt gelangen, dass man über die gemeinsame, partnerschaftliche Ausrichtung unterschiedlicher Meinung ist. Und so war dies bei Torben (Infacted) und mir nach dem Release von „Daydream“. Wir haben sehr lange, offene und ausführliche Gespräche geführt und sind dann letztendlich zu der gemeinsamen Entscheidung gelangt, das nächste Album nicht gemeinsam zu veröffentlichen.
Ich habe verschiedene Labelgespräche geführt und Hayo Lewerentz von Major Records hat neben seiner enormen musikalischen Erfahrung vor allem dieselben Visionen für Obscenity Trial wie ich. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit und werden mit Sicherheit für die eine oder andere Überraschung sorgen!

Mit jedem neuen Album steht auch eine Tournee an, wie sieht es bei euch aus? Habt ihr schon was in Planung?

Wir haben zumindest eine Menge Ideen *lach. Inwieweit diese sich umsetzen lassen, kann ich heute noch nicht beantworten.
Für die aktuellen Live-Termine kann ich jeden auf unsere Webseite www.otrial.de verweisen.

Zu guter Letzt noch ein paar kleine Fragen:

– Die letzte CD (Album/Single) die du dir gekauft hast?

Iris „Hydra“.

– Das letzte Konzert das du dir angesehen hast?

Spetsnaz im Musikzentrum, Hannover.

– Den letzten Film den du dir im Kino angeschaut hast?

„I Am Legend“ mit einem fantastischen Will Smith.

– Das beste Konzert das du bisher gespielt hast?

Ehrlich gesagt im vergangenen Jahr in Moskau. Eine einfach unfassbare Athmosphäre.

– Dein persönlicher Lieblingssong (generell und von Obscenity Trial)?

Das wechselt ständig (generell und von O.T.), daher ist es schwer, mich darauf festzulegen. Von O.T. derzeit wohl „Personal Daemon“, „That Night“, „Go Away“, „Lecture (No Club Mix)“, „My Mind Your Mind“, „Cinderellas Palace“, „What Is It For“, „So Easy“, „This Place“, „Wenn Du Fällst“, „Inside Out“, „Just Another Bad Dream“.

– Was möchtest du unseren Lesern noch sagen?

Euch allen vielen Dank für die fantastische Unterstützung bisher und auf noch viele spannende Momente 

Danke für das Interview + viel Erfolg mit dem neuen Album!

Als Vorgeschmack zum neuen Album könnt ihr euch gratis und exklusiv auf www.depechemode.de den „Edge of Dawn Remix“ von My Mind Your Mind“ downloaden. Einfach auf den Link unten klicken und speichern! Wir wünschen viel Spass!

Download-Link:
My Mind Your Mind (Edge of Dawn Remix)

„Obscenity Trial – That Night“ bestellen bei:

Cover

Weitere Informationen zur Band findet ihr unter:

www.otrial.de oder unter
www.mySpace.com/obscenitytrial

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