Dieses Album ist zwar schon eine Weile draußen, aber wir wollten euch diese Empfehlung trotzdem nicht vorenthalten. Denn für frickelig-schmutzige Elektronik mit weiblichem (Sprech-)Gesang haben wir immer einen Platz im Herzen frei.

Notic Nastic halten sich mit Informationen zurück. Ein Frau-Mann-Duo, aus New York und Berlin, das bei den allseits gelobten Liveshows maskiert und kostümiert auftritt. Ein Bandname, der irgendwie aus den Worten Hypnotic Fantastic resultiert. Und als Heimatlabel die tollen Verrückten von Shitkatapult. Das passt.

Musikalisch gibt es minimalistisch-kühle Beats, knarzende Elektronik, mit Spuren von Wave und Punk bis Techno. Oft schräg, immer wieder mit überraschenden Breaks, aber zum Glück oft mit einer gewissen Eingängigkeit. Das kann richtig tanzbar sein – wie der Opener „Let Go“ beweist. „Stupid Happy“ verknüpft Oldschool-Sounds mit verdrehtem Sprechgesang. Nach dem abgehackten aber doch noch recht melodischen „Secret Life“ wird es für eine Weile und mehrere Stücke ziemlich weird, bevor die Albummitte mit „Das Disk“ wieder ordentlich das Tanzbein schwingt. Auch im Anschluss können das lange und fast ruhige „Whirlpool Galaxy“ und das poppige „Digital Crush No. 1“ als gelungen und clubtauglich durchgehen.

Ein schräges Album voller zerhackter Sounds und mit einigen electroclashigen Highlights, das Anhängern des Shitkatapult-Labels (aber durchaus nicht nur denen) gefallen dürfte.

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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