Ein weißes Kleid, dazu regenbogenfarbene Kleckse – eine Metapher für das Leben. „It’s a song about escapism“, erklärt Ida Long zu ihrem neuesten Video. Momente, in denen man versucht, den Regenbogen noch ein wenig länger festzuhalten: strahlende Sonne, der azurblaue Himmel, ein intensives Gefühl von Verliebtheit. Man kennt es, aber so ist es nun einmal: Solche Momente sind wunderbar, weil sie nicht für immer andauern – wie die leuchtenden Rauchfahnen im Video zu „Rainbow“ vergehen sie.

Ida Long führt weiter Regie in ihren Videos und man bekommt den Verdacht, dass am Ende vielleicht ein Long Video – Wortwitz hier unbeabsichtigt – im Stil von Florence + The Machine oder Beyoncé entstehen soll. Man darf gespannt sein. In der Zwischenzeit tanzt Ida sich durch eine fedrig leichte, sonnendurchflutete Welt, irgendwo zwischen Freude und Vergänglichkeit. Musikalisch haben wir es mit einem radiotauglichen Popsong zu tun, der vielleicht ein wenig Zeit braucht, um sich zu entfalten, dann aber im Kopf bleibt – dank der weltraumartig klingenden elektronischen Elemente. Weniger dramatisch als noch in ihrem grandiosen Video zu „(I Get So) Dramatic“ ist „Rainbow“ eine melancholischere Betrachtung ihrer Emotionen aus diesem Song, irgendwo zwischen Illusion und Realität.

Letzte Aktualisierung: 17.11.2016 (c) depechemode.de

 Eleni Blum
"The only truth is music" (Jack Keruac) - mit diesem Satz ist alles gesagt. Eleni studiert zur Zeit im Master und begeistert sich für das Schreiben und Musik in all ihrer Vielfalt. Zusätzlich zur Uni arbeitet sie als freie Mitarbeiterin bei der Lokalzeitung sowie - besonders gern natürlich - bei depechemode.de und kümmert sich um die Kommunikation verschiedener Musiker (Künstlerprofile, Liner Notes, Social Media u.v.m).

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