msmr_rapture

Eine der Newcomer-Bands, denen von den Medien und der Internet-Welt die meisten Vorschusslorbeeren für 2013 entgegengebracht wurden. Da fällt es hinterher oft schwer, dem Hype gerecht zu werden. Doch in diesem Fall muss man sich keine Sorgen machen. Das passt schon.

Aus New York kommen die Miss (MS) und der Mister (MR) – oder auch Lizzy Plapinger und Max Hershenow. Dass sie etwas von Stil und Optik verstehen, ließ sich aus den wunderbaren Videos zu den Singles „Fantasy“ und „Hurricane“ entnehmen. Womit auch gleich weitere Gründe für die hohen Erwartungen genannt wären. Diese beiden Stücke sind nämlich einfach umwerfende Popsongs. Elektronisch, ein wenig pompös und enorm eingängig.

Mit dem nicht weniger starken und zu kräftigen Drums marschierenden „Bones“ schaffte es ein drittes Stück vorab in die breite Öffentlichkeit, indem es Verwendung im Trailer zur derzeit wohl meistbeachteten Fernsehserie schaffte – „Game Of Thrones“. Dieses beeindruckende Trio macht mit zwei weiteren, zumindest den Käufern der Ende letzten Jahres erschienenen „Candy Bar Creepshow“-EP bekannten Tracks, die ersten fünf Songs des Albums aus und legt die Latte enorm hoch.

Doch gleich „Head Is Not My Home“ macht im Anschluss klar, dass kein Niveauabfall zu befürchten ist. Lizzy Plapingers kraftvolle Stimme hat auch diesen Song im Griff, neben dem Gesang rechtfertigt erneut die druckvolle Percussion die gelegentlichen Vergleiche mit Kolleginnen wie Florence And The Machine (wobei der Autor der Meinung ist, dass bei MS MR sogar mehr Substanz in den Songs steckt).

Gut, das Muster des Songwritings im Hause MS MR lässt sich sicherlich ohne größere Probleme durchschauen: Dramatisch und intensiv im Vortrag, Piano und Drums tragen das Gerüst, viele elektronische Soundschichten kommen obendrüber, dazu eine gerne noch etwas bombastische Orchestrierung. Viele Stücke stehen kurz vor dem Durchbruch auf dem Dancefloor und laden zum clubtauglichen Remix geradezu ein, aber auch verträumte Balladenfans finden ihr Glück.

Aber, na und, wenn die Güte so hoch ist, die Mischung funktioniert und man den Künstlern auch noch ihre Authentizität einigermaßen abnimmt, dann ist das doch mehr als in Ordnung. Und wir freuen uns auf die Zukunft der Band (und auf die kommenden Konzerte sowieso).

P.S. MS MR live: 04.07. Berlin, 07.07. Zürich, 08.07. München, 09.07. Köln, 19.07. Gräfenhainichen (Melt!), 20.07. Hamburg

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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