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Motor haben sich mit ihrem vierten Album neu erfunden. So etwas geht ja nicht immer gut. Hier jedoch schon. Eben weg von der „Metal Machine“, hin zur „Man Made Machine“. Unterstützt von einer unglaublichen Gästeliste: Gary Numan, Douglas McCarthy und natürlich Martin L. Gore.

Die beiden Herren von Motor waren schon immer irgendwo zwischen Techno, EBM und bratzigem Electro-Rock unterwegs. Gerne mit Vollgas und im Zweifelsfall eher mit lautem Krach als mit leisen Zwischentönen. Das hat sicher auch den einen oder anderen Fan von Depeche Mode verschreckt, in deren Vorprogramm man ja unterwegs war. Doch bei so manchem kam das auch ganz gut an.

Wichtiger für das neue Album war jedoch, dass Motor sich ganz offensichtlich von den Künstlern, mit denen sie getourt sind, inspirieren ließen. Das waren neben DM unter vielen anderen auch Nitzer Ebb und Gary Numan. Und nun sind ebenjene Musiker hier zu Gast und haben auch sonst den neuen Motor-Sound beeinflusst.

Denn der ist wesentlich songorientierter und poppiger – ohne es hier und da an einer gewissen Härte fehlen zu lassen – als alles, was Motor bisher gemacht haben. Nach dem elektronisch grollenden Auftakt „Messed Up“ beginnt sie, die Parade der Gäste. Zunächst mit der derzeit vielseitig präsenten Billie Ray Martin im sexy Groover „Hyper Lust“, und dann mit dem Albumhighlight „Man Made Machine“, featuring Martin L. Gore. Ein großartiger Song, dem dann gleich die nächste Depeche-Mode-Hommage folgt. Denn „Control“ ist schon ein seeehr deutliches „Personal Jesus“-Zitat.

Im Anschluss beweist Gary Numan wieder einmal, dass er mittlerweile für relativ düstere industrielle Klänge steht („Pleasure In Heaven“). Das folgende Instrumental „Automne“ stellt mit seinem Piano und seinen melancholischen Synthesizern einen überraschend ruhig-melodischen Höhepunkt dar, bevor man sich mit „Autographic“ in Richtung EBM und somit auf den nächsten Gast zubewegt. Douglas McCarthy nämlich, der dann in „The Knife“ sein markantes Keifen von der Leine lässt.

Auch die übrigen Stücke feiern gekonnt die Möglichkeiten der modernen Elektronik, und mit dem finalen Electroclash von „Between The Night“ endet ein Album, das seine Vorgänger und die Erwartungen weit übertrifft.

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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Kommentar

  1. geht dich nicht an
    1
    10.5.2012 - 23:33 Uhr

    empfehlenswert

    ein super album