Wie doch die Zeit verfliegt! Vor etwas mehr als sechs Jahren haben wir Minerve erstmals auf unserer Seite vorgestellt und allen Freunden der synthetischen Popmusik empfohlen. Mit ihrem dritten Album „Please“ melden sich Mathias Thürk und Daniel Wollatz nach drei Jahren Funkstille zurück und servieren ein weiteres Mal einen süffisanten Cocktail aus poppigen Ohrwürmern und tanzbaren Songs.

Die vergangenen 10 Jahre haben eine Vielzahl von Bands und Projekten hervorgebracht, die versucht haben mit mehr oder weniger gutem Synthiepop durchzustarten. Geschafft haben es letztendlich aber nur sehr wenige. Zu den erfolgreichsten und bis dato überzeugendsten Projekten zählen Minerve, die es auch auf ihrem dritten Studioalbum verstehen, mit eingängigen Melodien und ausgefeilten Spannungsbögen den Hörer zu fesseln.
Für die Produktion von „Please“ wurde übrigens Olaf Wollschläger, der schon Alben von Bands wie Yello, And One, Mesh und Unheilig veredelt hat, mit ins Boot geholt.
Den Auftakt bildet das poppige „Hold Me Tight„, das den unverkennbaren Sound der Band auf mitreißende Art in einen pulsierenden Ohrwurm verpackt. Druckvoll und tanzbar geht es mit „Every Day“ weiter, bei dem eine gewisse Affinität zu den früheren Futurepop-Zeiten nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Tiefgründigere und absolut brillante Momente hält dagegen der Midtempotrack „Life Is An Illusion“ bereit. Durch eine komplexer und vor allem voluminöser wirkende Produktion wird hier ein musikalischer Sog erschaffen, der den Hörer sofort an sich bindet und „Life Is An Illusion“ zum Höhepunkt des Albums werden lässt. Großartig!

Tanzbar und gewohnt eingängig geht es mit Songs wie „Don’t Ask Me Why„, „Phoenix“ und „Under My Skin“ weiter. Die Tracks geizen dabei nicht mit ihrem Charme und schaffen es spielend zu überzeugen. Für die gefühlvolleren Momente sorgen die fragile Ballade „You Don’t Know Me“ und „Save Me„. Befremdlich wirkt allerdings der Titeltrack „Please„, der extrem in Richtung Electro-Schlager tendiert und das sonst durchweg positive Gesamtbild etwas trübt.

Summa summarum liefern Minerve mit „Please“ ein überzeugendes Album ab, das einige fabelhafte Songs bereithält! Tipp!

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