Viele schätzten an Funkstörung-Remixen ja die seltsam zerhackten Beats, für die das Duo Michael Fakesch und Chris De Luca über einen langen Zeitraum stand. Seit einer Weile geht man getrennte Wege, und nun legt Fakesch die erste Sammlung seiner eigenen Remixe vor, die das frühere Niveau halten können, wenn auch etwas weniger experimentell und dafür einen Spritzer groovetauglicher. Und die Prise Funk ist auch noch da.

Nach der Funkstörung-Trennung hat Fakesch erst einmal ein paar Euronen mit Musik und Sounds für Werbung und Filme verdient. Nebenbei waren jedoch auch immer ein paar Remixe drin, und die hat er nun auf “Exchange” versammelt. Da zahlreiche der hier vertretenen Mixe bislang nicht erhältlich waren bzw. in kleiner Vinylstückzahl erschienen sind, ist auch eine gewisse Exklusivität gegeben.

Und die Namen der bearbeiteten Künstler lesen sich auch nicht schlecht. Mr. Oizo, Booka Shade, Bomb The Bass, Raz O’Hara, Von Südenfed, Herbert, The Notwist u.a. – das kann sich sehen lassen. Dabei zeigt Fakesch auch wenig Zurückhaltung vor den Originalen, die Stücke werden oft komplett zerlegt und in komplett neuer Form neu zusammengesetzt.

Die insgesamt 17 Mixe passen gut ineinander, obwohl es mal tanzbar zugeht (u.a. bei Mr. Oizo, Booka Shade, Scaffolding, Bomb The Bass, Hecq), mal eher funky (Raz O’Hara, Towa Tei, Von Südenfed, Herbert) und auch mal eher verträumt klangbastlerisch (erneut Herbert, J. J. Perrey, The Notwist, Franz Kirmann).

Mit Exchange beweist Michael Fakesch seine Bandbreite als Elektronik-Produzent und Remixer. Um neue Aufträge muss er sich ganz bestimmt keine Sorgen machen.

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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