maximo_heart Nachdem wir hier schon den großartigen Vorgänger „Our Earthly Pleasures“ rezensierten, wollen wir doch den Nachfolger nicht unbeachtet lassen. Das hätte dieser auch nicht verdient, denn den Fünf aus Newcastle um den Frontmann und begnadeten Texter Paul Smith ist wieder ein hervorragendes Werk gelungen.

Das Debüt „A Certain Trigger“ gehörte zu den besten Alben des von britischen (Indie-)Bands regierten Jahres 2005. Der Nachfolger fiel zwei Jahre später komplexer und vielseitiger aus, brauchte ein paar Durchläufe und entwickelte sich dann erneut oder sogar noch mehr zu einem Lieblingsalbum.

Und dieses Mal machen sie es einem noch schwerer. Das Album wird von „Wraithlike“ eröffnet, das den Hörer mit schroffen Gitarren und (Synthie-)Sirenengeheul in zweieinhalb Minuten überrollt. Ja, dieses Album braucht noch ein paar Durchläufe mehr als der Vorgänger. Aber: Ja, auch hier lohnt es sich wieder gewaltig. Irgendwann schälen sich still und heimlich die Ohrwürmer heraus, auch die Feinheiten der Produktion fallen mehr und mehr auf – so ist zwischen all den Gitarren und feinen Bassläufen (die v.a. das in Spuren an Joy Division erinnernde „The Penultimate Clinch“ bestimmen) die Geheimwaffe wohl der immer wieder gezielt auf den Punkt gebrachte Einsatz von Synthesizern (Musterbeispiele: die zweite Hälfte von „Calm“ oder das leicht Muse-verwandte „Tanned“).

Aber auch Literaturfreunde kommen wieder auf ihre Kosten: Bis der erste Roman von Paul Smith erscheint, ist es hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit. Größere Zusammenhänge werden intelligent behandelt, so in der mitreißenden Single „The Kids Are Sick Again“. Hauptsächlich geht es jedoch um diverse Lagen der Liebe, ums Suchen, Finden, Verlassenwerden, Vermissen, Weitersuchen, Wiederfinden etc.. Und einmal auch explizit um Sex: Ladies and Gentlemen, der jetzt schon most sexy Song 2009 trägt den Titel „Let’s Get Clinical“. Mr Smith kommt auf diesem, äh, Höhepunkt des Albums zur Sache. Im unwiderstehlichen Refrain heißt es „I’d like to map your body out, inch by inch, north to south…“. Groß.

Es heißt also erneut: Reinhören, nochmal Reinhören, nochmal Reinhören… Verlieben! Das Herz rast.

(Addison)

P.S. Live hier: 06.08. Hamburg – 22.10. Düsseldorf – 23.10. Bremen – 24.10. Berlin – 26.10. Stuttgart – 27.10. München – 28.10. Frankfurt

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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