CoverBisher war Griechenland weitestgehend für süßen Wein und gut gebräunte Schlagersänger bekannt. Mit Marsheaux gibt es nun zumindest in Sachen Musik (und auch Optik) einen weiteren Exportschlager, der in Deutschland bei dem renommierten Indi-Label Out Of Line ein zu Hause gefunden hat. Marsheaux, das sind Marianthi und Sophie aus Thessaloniki, die gleichermaßen für Sound als auch Gesang zuständig sind. Ihr Debüt, ‚e-bay Queen‚, erschien bereits 2004 und ist als Bonus CD dem aktuellen Album Peek A Boo beigelegt.

Musikalisch bewegen sich die beiden Griechinnen irgendwo zwischen 80er Retro-Attitüde und modernem Synthie-Pop. Das sich Marsheaux hierbei auch an Bands wie The Human League, Yazoo oder OMD orientieren lässt sich schon nach dem ersten Durchlauf nicht von der Hand weisen. Besonders sticht hier ‚Promise‚ hervor, das den Hörer zurück in die Anfangszeiten der elektronischen Popmusik bringt und stark an die ganz frühen Depeche Mode (‚New Life‘) oder die bereits genannten Yazoo erinnert. Leichter, unverfälschter Synthie-Pop der einfach nur Spaß macht und sich von komplexen Klangschemen aktueller Veröffentlichungen löst und durch seine Einfachheit besticht.
Gleiches gilt auch für das verträumte Wait No More und das etwas schnellere Dream Of A Disco.

Im zweiten Teil des Albums zeigen Marianthi und Sophie, dass sie es durchaus verstehen, moderne, leicht nach Synthie-Clash klingende Songs zu kreieren. Hier sticht insbesondere ‚What A Lovely Surprise‚ hervor, das durch seinen, im Vergleich zu den ersten Songs, härteren Sound begeistern kann und schon eher an die Ladies von Client erinnert. Ähnlich verhält es sich mit ‚Home‚, das zwar nicht ganz so treibend aber auf seine Art doch sehr prägnant ist.
Moderne, leicht technoide Sounds gibt es dagegen bei ‚Love Under Pressure‚ zu hören. Das Marsheaux auch gerne mal den ein oder anderen Song covern, beweisen sie auf „Peek A Boo“ mit Regret, einem New Order Klassiker, den sie in ein mehr als stimmiges und perfekt arrangiertes, elektronisches Kleid gesteckt haben.

Mit „e-bay Queen“ gibt es dann in der limited Edition der aktuellen CD noch das erste Album. Musikalisch ist e-bay Queen nicht ganz so Retro angehaucht wie „Peek A Boo“, obwohl die Tendenzen schon klar erkennbar sind. Neben verträumten Kompositionen wie Shake Me oder auch Pure gesellen sich einige Uptempostücke wie das geniale Flash Lights oder Hands On Me, welches doch starke Einflüsse aus der damaligen Electro-Clash-Zeit besitzt. Etwas mehr dem Trance zuzuschreiben ist Play Boy, einem der stärksten Stücke auf dem Debüt.

Insgesamt präsentieren Marsheaux mit Peek A Boo ein zeitloses Werk, das seine Wurzeln in den 80er Jahren hat. Wer hier allerdings einen angestaubten Retroaufguss vermutet, wird schnell eines Besseren belehrt! Vielmehr gibt es hier leichten und einfach nur gut gemachten Synthie-Pop ohne viel Schnörkeleien. Fans der oben genannten Bands sollten hier unbedingt reinhören. Verstecken müssen sich die beiden Griechinnen mit diesem Album jedenfalls nicht. ;)Kauftipp!

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