dragon_nabumaDas Album nach dem internationalen Durchbruch. Immer eines der schwierigsten. Die Erwartungen der Fans sind hoch. Die der Kritiker auch. Die Band will sich etwas beweisen. Auf Nummer sicher gehen? Oder doch volles Risiko? Little Dragon zeigen Mut, finden aber auch eine gute Mischung.

Mit „Ritual Union“ hatten Little Dragon mit Album Nummer Drei erwähnten Durchbruch geschafft. Die zu dieser Zeit schon über zehn Jahre miteinander musizierenden Freunde Yukimi Nagano, Erik Bodin, Fred Wallin und Hakan Wirenstrand hatten sich auch unter großen Musikern Fans erspielt, allen voran Damon Albarn, der sie überall abfeierte und sie außerdem mit seinen Gorillaz auf Tour nahm.

„Ritual Union“ also, mit seinem sensationellen Titeltrack und dem eigenständigen Mix aus Electropop, Soundspielereien und Naganos beseelter, ausdrucksstarker Stimme. Nach so einem Werk hat man erst einmal Druck. Und die Band, die getourt und getourt hatte, stellte plötzlich fest, huch, wir sollten mal langsam neue Songs aufnehmen.

Dies geschah dann im Winter im heimatlichen Schweden. Mit Songs und Sounds von Prince und Janet Jackson im Hinterkopf, was dazu führt, dass auch dieses Mal die Elemente von modernem R’n’B nicht zu kurz kommen. Aber keine Sorge, im Zentrum stehen weiterhin die verspielte Elektronik und Yukimis Stimme.

Klapp Klapp by Little Dragon on tape.tv.

Dass Little Dragon nicht auf einen Selbstläufer aus sind, zeigt gleich der Auftakt. Mit „Mirror“ geht es recht sperrig los. Zurückhaltend, leicht rätselhaft und ohne erlösenden Refrain. Danach geht es aber gleich richtig ab. Die Single „Klapp Klapp“ ist eine feine Sirene mit ordentlich Synthiepower. Und danach folgt mit dem träumerischen „Pretty Girls“ wieder etwas ganz anderes. Die Band ist vielseitig aufgestellt.

Die Stärken der Band kommen immer wieder zum Tragen, auch wenn mancher Song sich bewusst einem Höhepunkt verweigert. Doch auch Highlights liefert man: Das knackig-eingängige „Paris“, das zunächst orientierungslos scheinende und am Ende zum Clubtrack mutierende „Only One“ und ganz besonders das satt-basslastige „Killing Me“ (das auch DM-Fans gefallen müsste).

Little Dragon haben dem Druck standgehalten, sich nicht zu sehr wiederholt und Mut zu eigenwilligen Sounds bewiesen. Ein starkes Album, das sich nur knapp hinter dem herausragenden Vorgänger einreiht.

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P.S. Little Dragon spielen live beim Melt!

Paris by Little Dragon on tape.tv.

www.little-dragon.se
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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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