Legend © Frank Güthoff/ www.störbild.de
Legend © Frank Güthoff/ www.störbild.de

Das Konzert hätte abenteuerlicher kaum beginnen können, war doch für eine gewisse Zeit unklar, ob der Termin überhaupt stattfindet. Nirgends fanden sich wirkliche Informationen, es tuschelte hier und tuschelte da und am Ende, trotz wenig Werbung für das Konzert fand sich doch eine gut gefüllte TankStelle in Dormagen vor. Mehr oder minder Barflair verbreitete die Location, großer Vorteil an dieser Stelle war, dass man die Pizza direkt auf die Tanzfläche, äh in den Konzertbereich, gereicht bekam und die Preise für Bier und andere Arten von Getränken auch sehr angenehm waren.

Eine sehr gut gelaunte isländische Band hatte sich in eine der Sitzecken verzogen, saß dort scherzend mit einer kleinen Metallkasse und verkaufte T-Shirts, isländische Digipacks ihres Erstlings und Aufnäher direkt an die Fans. Kein Gezicke, kein Stargehabe, ausgelassene Stimmung und irgendwann nach 20.30 Uhr war es dann soweit. Krummi und seine Bandkollegen betraten die Bühne, um die angereisten Gäste zu verzaubern. Erst einmal versank die Bühne und der Publikumsbereich in Nebel, was Sänger Krummi mit einem „Less smoke please, I can’t even see my hands anymore“ kommentierte und tapfer weiter sang.

Nach „Amazon War“ und dem persönlichen Lieblingsstückin der Autorin „Virgin“ verzog sich der Nebel dank des eingeschaltenen Deckenventilators und die Band gab wirklich alles. Von den eher winzigen, für die winzige Location aber ausreichenden Boxen, einmal abgesehen, hätte das Konzert besser nicht laufen können. Sänger Krummi und der Gitarre spielende Neuzugang spielten und sangen sich in die Herzen der Zuschauer. Wer bis dahin kein Legend-Fan war, wurde es im Laufe dieses Abends. Denn neben unsagbarer Sympathie am Merch haben es die Isländer einfach nur drauf. Selten hat mich eine Band mit Gitarreneinsatz so verzaubert wie Legend.

Und auch „Runaway Train“ sorgte für Begeisterung. Gefolgt von einem neuen Stück namens „Midnight Champion“ versuchte die Band den Konzertabend zu beenden. Traurige Gesichter und ein lautes Bedauern des viel zu schnell vorbei gegangenen Konzertes ermunterten die Isländer noch „Benjamite Bloodline“ als Zugabe zu spielen. So einfach kann Konzert manchmal sein. Manchmal braucht man nichts weiter als ein bisschen Anlage, Kneipenflair, entspannte Musiker, einen äußert sympathischen Veranstalter und ein paar neugierige Gäste, die teilweise gar nicht so genau wusste, worauf sie sich da einlassen und der Abend fühlt sich besser an als jedes Stadionkonzert. Mehr Minilocations bitte! Und mehr Legend!

Setlist
01. Amazon War
02. Virgin
03. Sister
04. City
05. Violence
06. Captive
07. Lust
08. Runaway Train
09. Midnight Champion
10. Benjamite Bloodline

Die wundervolle Galerie wurde von Frank erstellt, dem ihr auf Facebook gern einen Daumen nach oben geben könnt.
Wie immer der Hinweis, dass es uns auch als Wonderful Electric zum Lesen, Liken und lieb haben auf Facebook gibt.

Letzte Aktualisierung: 21.10.2016 (c) depechemode.de

 Josie Leopold
Ich bin die kleine Schnatterschnute vom Dienst: bunt, glitzernd, voller verrückter Ideen. Wenn ich nicht gerade Interviews führe, Beiträge verfasse oder versuche Wordpress davon zu überzeugen doch bitte nett mit mir zu sein, versuche ich die Welt ein bisschen besser und bunter zu machen.

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