jesse_rose Ja ja, der immer mit seinen Lobhudeleien auf Hot Chip. Na und, die sind nun mal in punkto moderner elektronischer (Pop-)Musik mit das Maß aller Dinge derzeit. Was das hiermit zu tun hat? Nun, die kennen diesen Londoner House-DJ und -Produzenten (in Berlin lebend) und treten auf dessen Album nun auch zweimal als Gäste in Aktion.

Jesse Rose ist seit dem 14. Lebensjahr als DJ unterwegs, hat sich in den 90ern in der Szene um Bristol einen Namen gemacht, tourte dann Ewigkeiten um die ganze Welt, darf regelmäßig in Berlins Szene-Who-is-who, der Panorama Bar, auflegen und wurde 2007 für diverse DJ-Preise nominiert.

Remixaufträge von Underworld, Simian Mobile Disco, Hot Chip und anderen folgten und nun kommt das erste Soloalbum, unterstützt von Produzentenkumpel Switch und eben einigen Gästen (z.B. David E Sugar, dessen Namen man sich merken sollte).

Eine klassische House-Platte ist das hier aber nicht. Mr. Rose schert sich wenig um Genregrenzen und das macht das Album dann auch spannend. Da singen Hot Chip mal eine Zeile im Hintergrund vor sich hin („Forget My Name“), wird fröhlich dazwischengepfiffen oder der Klassiker „Popcorn“ in „Pop Yer Porn“ verwurstet. Manche Tracks knattern geradlinig auf die Tanzfläche („Wine Gum“, „Asided“, Letzteres sicher ein Spitzenkandidat für neue Martin-Gore-DJ-Sets), andere chillen eher entspannt vor sich hin.

Insgesamt bietet dieses Debüt eine überraschend abwechslungsreiche moderne Version von House, die interessante Sounds präsentiert und dem einen oder anderen DJ sicher gutes Futter für seine Sets liefern wird.

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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