Noyce-TM-©-Frank-Güthoff

Schon Wochen vor dem Konzert hatte Beyond Obsession-Keyboarder André ordentlich Werbung für die Veranstaltung selbst gemacht und verfiel ein wenig in den Fanboy-Modus, wenn es um Adam Is A Girl ging. Man konnte das Glitzern in seinen Augen sehen, wenn er über das 2011 von Anja und Adam gegründete Duo sprach. NOYCE™ hatten sich also nicht den schlechtesten Support ausgesucht, um ihren 20. Geburtstag zu feiern. Der eine Support-Act machte begeisterte Werbung für den anderen und überhaupt, es schien so, als würde es eine kuschelige Wohnzimmerveranstaltung im Düsseldorfer Stahlwerk am 12.11. werden.

Den Abend eröffneten oben bereits erwähnte Adam Is A Girl. Die Bühne nur wenig beleuchtet, dafür aber mit interessanter Deko bestehend aus Ästen und Zweigen und daran befestigten Leuchtmitteln versehen, verzauberte Sängerin Anja mit ihrem Stimmchen. In den ersten Reihen blickte man in verzauberte Gesicheter, was wohl daran lag, dass nur wenige der Anwesenden die Band bereits live erlebt hatten. Und währen Anja mit düsterem Make Up im Gesicht weiter sang, füllte sich der Basement Club des Stahlwerks weiter. Hinzukommende Geburtstagsgäse blieben stehen und ließen sich ebenso schnell wie sie in den Raum gekommen waren von den Melodien des Duos anstecken. Punktlandung bei der Auswahl des Openers, könnte man sagen! Wer sich auch mal live von den beiden verzaubern lassen möchte, kann das übrigens am im Dezember in Oberhausen tun, wenn sie Forced To Mode unterstützen.

Im Anschluss bekam dann Adam Is A Girl-Fanboy und einer der sympathischten Keyboarder der Szene, André, mitsamt seines entzückenden Sängerkollegen Nils die Chance auf NOYCE™ weiter einzustimmen. Mit Songs vom neuen Beyond Obsession– Album „Moments Of Truth“ enterten die Sonnenscheinchen die Bühne. Nils lief gefühlte 15 Kilometer auf der Bühne hin und her und steckte, wie üblich, mit seiner guten Laune an. Highlight an dieser Stelle wie auch bei den Konzerten zuvor „Ghost Pictures“ und „Tokyo Underground“. Letzteren Song kann inzwischen wohl jeder mitsingen. Viele Tanzschritte später und mit einem Lächeln im Gesicht endete der Auftritt von Beyond Obsession schließlich, obwohl die beiden auch gerne noch etwas weiter hätten spielen können. Dann hätte es vielleicht auche eine weitere Polonaise durch den Saal gegeben, wer weiß das schon.

Einmal die Bühne räumen bitte! Es war nämlich Zeit für die Geburtstagskinder selbst, die diesen Abend so liebevoll vorbereitet hatten. Eine ganze Masse an NOYCE™-Songs war im Anmarsch. Über die Bühnendeko sollte mit Sänger Florian vielleicht nochmal geredet werden: Wir wollen dich sehen und wenn du von unten angestrahlt wirst, sehen wir dich nicht richtig. Wie gut (okay, nur aus Publikumssicht), dass auch noch Teile der Nebelmaschinen für eine Weile ausfielen und so ein guter Blick auf die gesamte Band erhascht werden konnte. Gut gelaunt und immer wieder darauf verweisend, dass viele der Stücke seit laaaaaaanger Zeit nicht mehr gespielt wurden, führte Florian Schäfer durch das Programm. Neben „Propaganda“, „Our World“ und „White Noise“ gab es dann auch eine erste und zweite Zugabe bestehend aus „Wachkoma“, „Heimat“, This World“ und im zweiten Zugabenblock dann schließlich“Mensch“,  „Year“ und als lezten Song des Abends „Fall[Out]“. Was wäre so ein Geburtstag ohne Kuchen? Gar kein richtiger Geburtstag! Also bekamen die Spielleute kurzerhand noch ein leckeres Backwerk überreicht, freuten sich und genossen mit ihren Gästen den Rest des Abends bei netten Gesprächen, sehr guter Musik und dem einen oder anderen alkoholischen Kaltgetränk. Wenn alle Bandgeburtstage so liebevoll geplant und in so netter Umgebung stattfinden würden, würde man wohl nur noch auf Geburtstagskonzerte warten und die eigene Wohnung nur noch zu solchen Anlässen verlassen ;) Daumen hoch!

 

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Letzte Aktualisierung: 28.11.2016 (c) depechemode.de

 Josie Leopold
Ich bin die kleine Schnatterschnute vom Dienst: bunt, glitzernd, voller verrückter Ideen. Wenn ich nicht gerade Interviews führe, Beiträge verfasse oder versuche Wordpress davon zu überzeugen doch bitte nett mit mir zu sein, versuche ich die Welt ein bisschen besser und bunter zu machen.

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