klicke und Black Box kaufen!Mit „Black Box“ haben Nude ein dynamisches und durchweg vitales zweites Album veröffentlicht, das ganz besonders durch seine offene und experimentierfreudige Art überzeugen kann. Nach dem etwas ruhigeren Debüt drehen NUDE auf „Black Box“ richtig auf und zeigen, dass elektronische Musik nicht immer wie Einheitsbrei klingen muss. Wir haben die Chance genutzt und den insgesamt vier Musikern einige Fragen gestellt. Des Weiteren erwartet euch am Ende ein kleines Gewinnspiel…

Ihr habt mit ‚Black Box‘ vor einigen Wochen euer zweites Album veröffentlicht. Seid ihr auch einige Wochen nach Fertigstellung zufrieden mit dem Ergebnis oder würdet ihr daran jetzt wieder was ändern wollen?

Georgie: Frag einen Maler wann sein Bild fertig ist und er wird dir sagen: es ist nie fertig ;o)
Bryan: Well …
Johannes: So ist es, im Nachhinein findet man bei so gut wie jedem Track noch die eine oder andere Kleinigkeit die man gerne ändern möchte, ich habe meistens auch nach der Fertigstellung noch viele Ideen die ich gerne rein packen würde, aber irgendwann muss ja Schluss sein. Unterm Strich bin ich aber sehr zufrieden mit der Leistung jedes einzelnen Nude-Members.
Marc: …und ich erst…

Ihr (Isabelle und Marc Werner, Anm. d. Red.) habt bei diesem Album mit anderen Musikern zusammengearbeitet, wie habt ihr euch kennen gelernt und wie gestaltete sich die Zusammenarbeit? Habt ihr noch Produzenten hinzugezogen?

Isabelle: Nude hat sich in dem letzten Jahr um einige Künstler mehr vergrößert. Aber mit Produzenten haben wir diesmal nicht zusammengearbeitet.
Johannes: Ich habe Nude zum ersten Mal auf myownmusic.de entdeckt, dort fielen sie mir sofort auf wie ein bunter Hund, da der Sound und die gesamte Präsentation des Projektes für mich sehr außergewöhnlich und innovativ war. Wir traten in Kontakt und schon machte ich meinen ersten Remix für „nude“.
Etwas später folgten noch ein paar Remixe, und dann bekam ich das Angebot bei ihnen mitzuwirken. Ja, und hier bin ich jetzt!
Die Zusammenarbeit funktioniert hauptsächlich über das Internet, und das erstaunlich gut. :)
Marc: Ja, leider treffen wir uns “physikalisch” noch relativ wenig. Eigentlich nur um was schnell aufzunehmen, oder schnell einen Auftritt zu machen.
Georgie: Nude haben sich die Schokolade im Netz gesucht und der Schoki die Freiheit gelassen mit den Vocals machen zu dürfen was sie wollten. Nun haben wir uns übers Internet kennengelernt, Xing, Myspace…. It’s a digital thing now! Was hierbei interessant ist, ist das hier Freundschaften auf der Basis des musikalischen Geschmacks entstanden sind.
Bryan: Äh…

Wie muss man sich das jetzt genau vorstellen – habt ihr die fertige Idee an euren jeweiligen Produzenten geschickt und der sein Ergebnis an euch zurück oder habt ihr euch für Studio-Sessions getroffen?

Georgie: Ersteres ist wohl doch hier der gängigste Weg gewesen da wir ja in drei verschiedenen Ländern unsere Studios haben – England , Östereich und hier in Deutschland!
Marc: Die Audioaufnahmen, also Vocals und akkustische Instrumente haben wir vorab gemacht und dann jedem sein Basis-Paket geschickt.
Johannes: Ich habe von Marc jeweils eine CD mit den einzelnen Spuren des Original Tracks erhalten, und hatte dann völlige Narrenfreiheit damit. Jeder arbeitet separat an den jeweiligen Tracks, so kann jeder seine Ideen 100% einfließen lassen, was das Gesamtwerk sehr abwechslungsreich und interessant macht.

Wenn man etwas genauer hinhört, kann man Parallelen zu dem ersten Album feststellen. Habt ihr tatsächlich den ein oder anderen „alten“ Song für ‚Black Box’ nochmals durch den musikalischen Fleischwolf gedreht?

Isabelle: Endlich mal einer, der auf die Texte hört ! ;-)
Georgie: Isabelle ist sozusagen wieder und wieder und wieder verhackstückelt worden.. nightmare on waxstreet.
Marc: Wir haben uns schon Gedanken gemacht.
Bryan: Äh…
Johannes: Die Grundlage zu dem neuen Album war tatsächlich zum Teil das Vorgängeralbum, jedoch wurde jeder Track komplett neu interpretiert.

Insgesamt ist ‚Black Box’ aber doch ziemlich contraire zum ersten Album – es ist heftiger, schneller und wesentlich druckvoller. War das Album von Anfang an so geplant?

Johannes: Für mich, ja :)
Marc: „Black Box“ ist so geworden, wie wir uns „FakeCredibility“ live vorgestellt haben. Und aus dieser Planung heraus ist es so entstanden. Nur das „Black Box“ live gespielt dann noch heftiger zur Sache geht…
Bryan: looool.
Isabelle: Wir haben uns gedacht: wenn wir weggehen, was erwarten wir dann von einer Band: die muß abgehen und uns zum Tanzen animieren, ansonsten kann ich mir auch nur die tracks runterladen für den Klingelton. Wer will das schon? Also war das der eigenen Maßstab an uns selbst: die Leute sollen wirklich mit offenem Mund dastehen und uns sehen wollen.

Gab es für diesen, nennen wir es mal musikalischen Wandel, etwaige Gründe? Habt ihr bestimmte Bands wie z.B. The Prodigy als eine Art Inspirationsquelle genutzt?

Johannes: Jeder hat seine eigenen Inspirationen einfließen lassen können. Anscheinend haben wir aber alle einen relativ ähnlichen Geschmack :)
Marc: Wir hatten uns über Remix- und andere Arbeiten im vergangenen Jahr immer mehr angenähert, sodass das alles recht leicht gefallen ist.
Bryan: Yes …
Georgie: Prodigy ist eh meine absolute lieblingsduftekuchenmegatschuggi-grubbe – YEAH!
Ah what .. ich kann ja immer nur von dem zehren was sich mir akustisch in meinem Leben so zugetragen hat.. und prodigy chembros daft punk justicy coolkeith pcp future sound of london public enemy silver bullit kenny rogers barry white etc haben mich auf jeden Fall geprägt.

Habt ihr einen persönlichen Favoriten auf dem Album, der besonders live richtig kickt?

Georgie: Was waren da noch mal für tracks drauf??? Looooooool
Marc: Also ich höre nun seit einem halben Jahr praktisch jeden Tag beim Joggen das Album „Black Box“ und habe mich immer noch nicht satt gehört. Das hatte ich zugegebener Maßen noch nie so. Und ich halte mit „Black Box“ auf dem Ohr wesentlich längere Strecken aus ;-)
Johannes: Momentan gefällt mir „inside“ am besten, das ändert sich aber nach jedem Hören des Albums.
Isabelle: Ich höre derzeit auch ständig „inside“, aber auch weil wir dafür aus aller Welt so viele Remixes erhalten haben, wovon wir einige schon bald auf „inside the box“ veröffentlichen werden.

Apropos „live“ – ihr gebt derzeit das ein oder andere geheime Konzert. Dabei handelt es sich um Shows, die völlig unangekündigt + kostenlos in diversen Clubs stattfinden. Wie seid ihr auf diese Idee gekommen und wird es weitere Shows geben?

Bryan: Well …
Marc: Das hat sich eigentlich aus den Proben heraus entwickelt. Wir hatten in einem Club sozusagen eine „öffentliche Probe“ gemacht und hatten soviel Spaß daran gehabt…
Isabelle: Und das zufällig anwesende Publikum ist dermaßen mitgegangen, dass wir selbst überrascht waren. Seitdem vereinbaren wir mit verschiedenen Clubs so eine Art Guerilla-Auftritten. Wir nennen diese secret shows „Black Gix“. Sie werden unter www.myspace.com/nudeblackgix einen Tag vorher angekündigt. Ansonsten eben unangekündigt, schnell, bamm, sind wir da.


Eine normale Tournee wird es aber dennoch geben, oder?

Georgie: Türlich, türlich digga – 5sterne deluxe
Bryan: Ez …
Marc: Das bereiten wir derzeit für kommendes Frühjahr vor.
Isabelle: Über unsere verschiedenen Kontakte haben wir jetzt schon sehr viele Anfragen für reguläre Auftritte bekommen, sodass dass natürlich dann auch regulär gebucht wird. Das machen wir im nächsten Jahr, also Festival guides sichern..

Ihr vertreibt euer neues Album ohne ein etabliertes Label, gab es hierfür besondere Gründe?

Georgie: Gegenfrage: wie wird ein Label etabliert?
Bryan: a lotta work, man!
Marc: Wir haben es mal anders herum gemacht: Wir haben kein etabliertes Label genommen, sondern ein eigenes Label etabliert ! go www.screc.de
Wir haben ja mit verschiedenen Projekten so unsere Erfahrungen gesammelt. Von sogenannten „Indies“ bishin zu den Majors. Die arbeiten alle nicht im Interesse der Künstler. Ich weiß überhaupt nicht, an was die überhaupt Interesse haben… Als Künstler bist Du immer der Idiot. Und deshalb sind wir lieber unsere eigenen Idioten.

Isabelle: In den letzen Jahren haben wir unsere eigene Struktur aufgebaut, vom eigenen Verlag und Label www.sabotage-concept.eu über unsere eigene Agentur www.sabocon.com bis hin zur eigenen CD/DVD-Fertigung www.cdagents.com und Einiges mehr… Wir können uns also mit Recht „independent“ nennen und haben so auch alles selbst in der Hand !

Werdet ihr auch dieses Mal wieder jeden Song als Single veröffentlichen, wie ihr es ja bereits beim ersten Album getan habt?

Marc: Derzeit läuft eine Art Remix-Wettbewerb mit dem Titel „Dreams“: www.sabotage-concept.eu/remix.php . Das Material das dort rein kommt wird in unseren NudeCasts veröffentlicht. Dann suchen wir die besten tracks raus und die werden als eigenständiger Release an ein Label sublizenziert. So erscheinen zu den Releases in „Eigenregie“ jede Menge weitere Releases in Kooperation mit anderen Musikern, Produzenten und wirklich engagierten Labels/Vertrieben.
Isabelle: So sieht unser derzeitiger Plan wie folgt aus:
01. club box one (vinyl maxi)
02. inside live (video)
03. black box (cd album)
04. beside (digital release)
05. club box one (digital release)
06. black box (digital release)
07. club box two (vinyl maxi)
08. inside the box (cd maxi + digital release)
09. snoopz vs. nude (digital release)
10. box of dreams (digital release)
Die ersten 5 releases sind mittlerweile alle schon erhältlich und die Tage erscheinen „club box one“ und „black box“ auf so ziemlich allen digitalen Plattformen, wie iTunes und Beatport zum Beispiel.
Bryan: Well …

Welches Album habt ihr zuletzt gekauft und für gut befunden?

Georgie: Ed rush and optical – The Original Doctor Shade

Johannes: Das Album von justice. Einfach guter, frischer sound.

Isabelle: Tohuvabohu von KMFDM!!

Was möchtet ihr noch an unsere Leser loswerden?

Georgie: Live long and prosper
KAUFT UNSERE CD – MAKE US FILTHY RICH

Danke für eure Zeit und viel Erfolg weiterhin, wir haben ein Auge auf euch! ;-)

V E R L O S U N G

Zusammen mit Nude verlosen wir 5x das neue Album ‚Black Box‘!

Schickt einfach eine E-Mail bis zum 15.12.07 zusammen mit Deinem Namen und Deiner Postanschrift an contest@depechemode.de. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erkärst Du Dich mit unseren Teilnahmebedingungen einverstanden.

www.myspace.com/nudefakecredibility
www.nude-music.com

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