Rums! Da sind sie wieder: Hocico. Nachdem die beiden Mexikaner im Juni mit „Dog Eat Dog“ die Höllenhunde auf die Tanzflächen scheuchten, legen sie nun mit ihrem neuen Album nach. Gewohnt hart und unbändig hämmern auch dieses Mal wieder die zornigen Beats durch die Boxen und formen aus „Tiempos De Furia“ ein klassisches Hocico Album.

Mexikos Exportschlager No. 1 in Sachen Electro feiert dieses Jahr bereits seinen 17. Geburtstag. Rückblickend betrachtet, haben Erk Aicrag und Racso Agroyam mit ihren Alben die Aggrotech-Szene maßgeblich mitgeprägt. Hits wie „Poltergeist„, „Forgotten Tears„, „Born To Be (Hated)“ oder „The Shape Of Things To Come“ sorgen selbst heute noch für rappelvolle Tanzflächen. Ein Umstand, der nicht jeder Band aus diesem Genre zuteil wurde und eindeutig für die Qualität der Veröffentlichungen von Hocico spricht.

Tiempos De Furia“ (z.dt. „Zeiten des Zorns“) soll an die geschaffenen Erfolge anknüpfen und dabei auch neue Facetten der Band zum Vorschein bringen.
Zu Beginn geht es allerdings ausgesprochen klassisch zur Sache. Pumpende Bässe, peitschende Beats und der verzerrte Gesang von Erk prägen auch dieses Mal Songs wie „I Want To Go To Hell„, „Where Words Fail, Hate Speaks“ und „Flesh To Lacerate„, die gleichzeitig eine nahtlose Schnittstelle zur musikalischen Vergangenheit bilden. Keine großen Experimente, keine Überraschungen. Dafür gibt es hier aber drei perfekt produzierte Clubstampfer, die sicher schnell ihre Wirkung bei den Anhängern erzielen werden.
Mit „Dog Eat Dog“ wagen die umtriebigen Mexikaner dann einen ersten Ausflug, der sie teilweise abseits ihrer harschen Töne führt. Mittels einer prägnanten Trancefläche im Refrain, wird die in den Strophen aufgebaute Schärfe deutlich rausgenommen und in einen kleinen melodiösen Ohrwurm umgewandelt.
Abwechslung bietet auch das düster-elegische „Kiss Of The Apocalypse„, bei dem die erdigen Flächensounds das balladeske Grundgerüst bilden.

Deutlich härter geht es hingegen bei dem Titeltrack „Tiempos De Furia“ zur Sache. Die BPM Zahlen werden hier extrem hochgeschraubt. Gleichzeitig wird der Hörer mit einem infernalen Soundfeuerwerk beschossen, das sich gewaschen hat. Mit diesem Song dürften Hocico definitiv ihren nächsten großen Clubhit erschaffen haben. Starke Nummer!

Zum Ende torpedieren Erk und Racso das Trommelfell nochmal aus allen Synthesizern mit erfreulich verspielten und für die Band geradezu innovativen Songs wie „Altered States, „Los Espejos Rotos“ und „Not Human„.

Der Limited Edition mit 3D Cover liegt noch eine Bonus CD bei, auf der es zwei weitere, wirklich empfehlenswerte Songs und zwei Remixes zu hören gibt. Bei „The Disguise“ und „A Call For Destruction“ handelt es sich in keinem Fall um Ausschussware.
Während „The Disguise“ mit seinem trocknen Beat verdammt cool durch die Boxen groovt, rollt „A Call For Destruction“ nochmal mit wuchtigen Beats über den Hörer hinweg. Beide Songs hätten sich auch ohne Probleme auf dem eigentlichen Album wiederfinden können, geben aber auch so eine gelungene Zugabe ab. Bei den Mixes geht es hingegen deutlich rabiater zur Sache. Mit Feindflug und Formalin hat man allerdings auch zwei nicht ganz so zart besaitete Acts mit ins Boot geholt.

Tiempos De Furia“ ist ein gutes und vor allem solides Album geworden, dass im Vergleich zum Vorgänger deutlich abwechslungsreicher ausfällt und durchaus auch mit dem einen oder anderen Song überraschen kann.

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Kommentar

  1. testcase
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    4.11.2010 - 22:19 Uhr

    omg scooters of darkness :o)