Veränderungen sind nicht jedermanns Sache und auch im musikalischen Bereich können zu große Schritte schnell das Aus für eine Band bedeuten. Dass es allerdings auch anders geht, beweisen Grendel mit ihrer aktuellen EP „Chemicals + Circuitry„. Zählte die Band bisher zur Speerspitze der ‚Harsh-Electro-Szene‘, wendet sich das niederländische Trio mit seinem aktuellen Material deutlich von vorherigen Veröffentlichungen ab.

In den vergangenen Jahren wurden Grendel vor allem durch ihren kompromisslosen ‚Aggrotech‘ bekannt, der sich nach und nach auch als fester Bestandteil der Clubszene etablieren konnte. Mit „Harsh Generation“ veröffentlichte das Trio zuletzt vor gut zwei Jahren eine CD. Seitdem war es verhältnismäßig ruhig um die Band.

Nun melden sich die Holländer mit der „Chemicals + Circuitry EP“ überraschend ‚poppig‘ zurück! Insgesamt drei neue Songs und sieben Remixes gibt es auf dem neuen Silberling zu hören. Unter anderem haben Thomas Rainer (L’ame Immortelle), Sebastian Komor (Ex- Icon of Coil) und die Labelmates ‚Modulate‘ Hand an das neue Material gelegt. Aber der Reihe nach…

Der Titeltrack „Chemicals + Circuitry“ beginnt mit gewohnt wuchtigen Beats, lässt aber schon im Gesang die sonst obligatorischen Vocoderstimmen vermissen. Lediglich vereinzelte Shouts, die dann doch etwas an Combichrist erinnern, lassen Rückschlüsse auf die früheren Songs der Band zu. Abgerundet wir ‚Chemicals + Circuitry‘ durch ein ohrwurmverdächtigen Refrain, bei dem der männliche Gesang durch eine weibliche Stimme ergänzt wird.

Noch interessanter sind allerdings „Shortwired“ und das extrem trancige „Serotonin Rush„. Beide Songs entfernen sich deutlich vom ursprünglichen Sound der Band und bedienen sich dabei hörbar an Elementen aus dem Bereich Trance, Dance und Pop.

Bei den Remixes gibt es wiederum deutliche Unterschiede. Sebastian Komor hat beispielsweise einen extrem harten Mix des Titeltracks angefertigt, wohingegen der Studio-X Remix von „Chemicals + Circuitry“ doch arg weit in Richtung „Kirmestechno“ tendiert.
Insgesamt überzeugen die Remixes auf der EP und sorgen für ein abwechslungsreiches Hörvergnügen.

Grendel liefern mit „Chemicals + Circuitry“ ohne Zweifel ihre bis dato stärkste Single (EP) ab, die in den kommenden Monaten wohl auch in den einschlägigen Clubs rauf und runter laufen wird. Getreu dem Motto öfter mal was Neues, hat das Trio hier einen beeindruckenden Wandel hingelegt.

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