CoverAlison Goldfrapp und Will Gregory haben bereits in der Vergangenheit eindrucksvoll gezeigt, wie weit ihr musikalisches Spektrum reicht. Experimentierten Goldfrapp auf ihrem Debüt „Felt Mountain“ noch mit leichten Trip-Hop-Elementen und filmsoundtrackartigen Klanglandschaften, orientierte man sich bei den Nachfolgern „Black Cherry“ und „Supernature“ eher an eingängigen und tanzbaren Sounds. „Seventh Tree“ (jetzt bei Amazon bestellen) bricht mit all dem, was es bisher gab, und definiert Goldfrapp in gewisser Weise neu!

Die Disco-Pop-Zeiten á la „Supernature“ scheinen gänzlich begraben. Auf „Seventh Tree“ dominiert stimmungsvolle (Folk-)Musik, die in besonderem Maße von Alisons wunderschöner Stimme getragen und geprägt wird (die hier hin und wieder an eine Kate Bush zu ihren besten Zeiten erinnert). Richtungweisend ist der verträumte Opener „Clowns„, in dessen Mittelpunkt lediglich eine Gitarre mit dezenten Flächensounds und die engelhafte Stimme von Alison stehen. Ähnlich entzücken kann auch Eat Yourself, das mit seiner fragilen Art zu bezaubern versteht.

Bei Songs wie Little Bird (das in der zweiten Songhälfte noch überraschend dynamisch wird), dem verträumten Road To Somewhere oder Cologne Cerrone Houdini stehen ganz klar die Melodien im Vordergrund, wobei dieses Mal die Instrumentierung gewollt spartanisch und organisch ausgefallen ist. Loops und Synthesizer-Sounds werden nicht nur bei diesen Titeln auf ein Minimum zurückgefahren. Einzig Happiness und Caravan Girl sind etwas schneller komponiert und können ein wenig an ‚Supernature‘ erinnern. In der Single „A&E“ findet sich letztendlich der makellose, typische Sound von Goldfrapp wieder, der vor allem gegen Ende begeistern kann.

Seventh Tree ist ein sehr melodiöses, auf den Punkt gebrachtes Album, das einige großartige Songs bereithält, die irgendwo zwischen Folk- und 70s-Pop liegen. Gleichzeitig beweisen Alison und Will mit ihrem vierten Album eindrucksvoll, dass man Goldfrapp nicht spezifisch einer Schublade zuordnen kann.

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Kommentar

  1. Courtyr
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    5.3.2008 - 21:56 Uhr

    mensch, mensch, eure web2.0 Mash-Ups sind ja echt gottig, da hat ja nicht eins mit dem Thema zu tun ;-)

    Tree–> Street Team find ich besonders gut ;-)