goulding_halcyon

Bei Will und Kate auf der Hochzeit gesungen. Bei Obamas zu Weihnachten aufgetreten. Freundin von Megastar Skrillex (okay, Letzteres aktuell nicht mehr). Viel Stoff für die bunten Gazetten. Was aber kann das zweite Album der mittlerweile 26-jährigen Sirene?

Beim Debüt „Lights“ hatten die Kritiker (und auch wir) ja neben den durchaus gelungenen Songs und dem stimmlichen Talent vor allem etwas an der Produktion auszusetzen. Starsmith & Team hatten es da mit der Politur und dem technischen Aufmotzen von Sounds und Stimme doch etwas übertrieben.

Nun ja, man bohrt auch auf „Halcyon“ keine dünnen Bretter, damit muss der Hörer sich abfinden. Auch die Stimme Gouldings schlägt (inklusive Effekten drauf) den einen oder anderen unnötigen Bogen. Aber es wird besser. Es bleibt darunter immer – oder zumindest meistens – die begabte Songwriterin zu erkennen. Auch bei auf Radioeinsatz getrimmten Singles wie „Anything Could Happen“ lassen sich so noch gekonnte Momente finden.

Und bei Songs wie dem mit Pianodrama aufwartenden „My Blood“ oder dem interessant arrangierten „Only you“ gibt es eben auch erstens Abwechslung und zweitens überraschende Facetten zu finden. „Figure 8“ lässt mal kurz den Dubstep durchscheinen (wie gesagt, da war ja bis vor kurzem etwas mit Skrillex). Mit dem größtenteils zurückgenommenen und nur dezent von Streichern unterstützten „Joy“ zeigt Goulding außerdem, dass es durchaus auch ganz anders geht.

Hintendran gibt es (je nach Edition des Albums) noch verschiedenes Bonusmaterial. Wer den billigen Kirmesrummsbumms will, wird von Calvin Harris (und der war vor Jahren mal echt gut!) mit „I Need Your Love“ bedient, wer dagegen noch einen richtig schönen, eingängigen Hit haben will, darf sich am starken „Lights“ erfreuen. Also: Goulding bleibt empfehlenswert, aber der richtig große Wurf steht noch bevor.

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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Kommentar

  1. HerrSvenson
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    12.11.2012 - 15:28 Uhr

    Schönes Album.Danke für die Empfehlung ;-)