Sampler - Elektro DiskowZu Beginn der 80er-Jahre setzten Musiker verstärkt elektronische Instrumente ein. Mit der zunehmenden Verbreitung von Synthesizern und später Samplern wurde ein neue Musikrichtung geboren: Electro. Die Compilation „Elektro Diskow“ (Amazon) enthält 29 Tracks aus den Anfangsjahren des Genres – und das zu einem äußerst günstigen Preis.

Die Doppel-CD enthält Originale und Remixes von Künstlern wie Roxy Music, The Assembly, Yazoo, Pet Shop Boys, Telex, Rheingold, The Normal, Nitzer Ebb and Fad Gadget. Einige Tracks wie Play von Heaven 17 sind sogar zum ersten Mal auf CD erhältlich. Die Trackliste ergibt einen guten Querschnitt der angesagten Songs in den Clubs damals.

Elektrodiskow Minimix by ElektroDiskow

Die Compilation wurde sorgfältig recherchiert und mit viel Herz von Stuart Paterson zusammen gestellt, der im Musikgeschäft arbeitet und nebenbei als DJ auflegt. In einem Interview sagt er zu seinen Beweggründen: „Der Sound der späten Siebziger und Achtziger haben immer noch einen sehr großen Einfluss auf aktuell angesagte Musiker und Produzenten. Und ich meine nicht nur Hot Chip, La Roux oder Little Boots, sondern auch Pop-Produzenten wie Dr Luke oder Stargate. Selbst bei will.i.am (Mitglied der Black Eyed Peas, Anm. der Redaktion) finden sich Einflüsse. Ich wollte mit der Compilation die Geschichte der Club-Gänger und DJs erzählen, die damals die Musik aufgelegt und zu ihr getanzt haben. Eine Musik, aus der sich später House, Techno, Rave und viele andere Musikrichtungen der elektronischen Musik entwickelte.“

Der Sampler eine echte Empfehlung für Freunde der elektronischen Musik, nicht zuletzt auch wegen des angesprochenen günstigen Preises: Gerade einmal 9,99 Euro kostet der Tonträger bei Amazon. Wer sich für den MP3-Download entscheidet, muss sogar nur 6,99 Euro bezahlen.

Mehr im Internet unter: www.elektrodiskow.com

Trackliste Elektro Diskow (Amazon)

CD1
01. Telex – Moskow Diskow (French Extended Version) **
02. Roxy Music – Angel Eyes (Extended Remix)
03. The Normal – Warm Leatherette
04. Orchestral Manoeuvres In The Dark – Messages (10“ Single Version)
05. Our Daughter’s Wedding – Lawn Chairs
06. Silicon Teens – State Of Shock (Part 2)
07. Rheingold – Dreiklangsdimensionen
08. Telex – Réalité
09. B.E.F – Groove Thang
10. The League Unlimited Orchestra – Things That Dreams Are Made Of (Instrumental) (Remix)
11. Heaven 17 – Play (7“ Version) *
12. Devo – Out Of Sync
13. Fad Gadget – King Of The Flies
14. Talk Talk – Talk Talk (Extended Mix)
15. Snowy Red – Euroshima (Wardance) **

CD2
01. Yazoo – Situation (Original US Dub)
02. The Assembly – Stop Start
03. Fad Gadget – Collapsing New People (Berlin Mix)
04. Duet Emmo – Heart Of Hearts (Or So It Seems)
05. Japan – Visions Of China
06. Laid Back – White Horse (U.S. Edit)
07. The Human League – (Keep Feeling) Fascination (Improvisation)
08. Vicious Pink Phenomena – Cccan’t You See
09. Orchestral Manoeuvres In The Dark – Tesla Girls (Extended Mix)
10. Nacht Und Nebel – Beats Of Love
11. Arto Lindsay – Let’s Be Adult **
12. Savage Progress – Heart Begin To Beat (Extended Mad Mix) *
13. Pet Shop Boys – In The Night (Extended)
14. Nitzer Ebb – Join In The Chant (Lies! Instrumental)

* Erstmals auf CD
** Erstmals digital veröffentlicht

 Sven Plaggemeier
Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er zurzeit als Online-Projektmanager, Social Median und Online-Redakteur. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

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6
Kommentare

  1. testcase
    6
    20.12.2011 - 16:11 Uhr

    Was glaube ich z.B. ganz dringend auf eine „die Anfänge von Electro“ kompilation gehört:
    http://www.youtube.com/watch?v=IlkHajhVNM8 (1981)
    oder
    http://www.youtube.com/watch?v=i46sF1PcqL8 (1982)

    Aber es ist wohl auch Ansichts-/Definitionssache was nun in die Kategorie „Techno“ gehört, oder HipHop und was nun genau „Electro“ ist.

    Mir war halt auf dieser Kompilation zu viel britischer „quasi-joy division“ B-klasse Pop drauf, anfang der 80er ging es teilweise schon etwas vielfältiger zu. Es ist halt glaub ich die persönliche Raritätenplaylist von jemandem, und daran ist ja letztlich auch nichts auszusetzen, ist halt Geschmackssache.

  2. 29.11.2011 - 20:52 Uhr

    @Al Die Compilation will ja kein Best-Of von Bands aus jener Zeit sein, sondern eine Zusammenstellung von angesagten Tracks aus den Anfangsjahren von Electro.

  3. al
    4
    29.11.2011 - 20:14 Uhr

    Gähn...

    Also ich finde alle Tracks langweilig bis einschlafend…die meisten dieser Bands hatten viel bessere Songs…

  4. kritischer Geist mit Vermittlungsdrang
    3
    29.11.2011 - 4:26 Uhr

    ok, ich hab noch mal mehr recherchiert, es gibt doch ein paar Sachen drauf bei denen man sich freuen kann, z.B. ist „Collapsing New People“ im „Berlin Mix“ drauf, der doch noch um einiges Depechiger rüberkommt als die bekannte Single Version :)
    Aber es gibt eben auch einiges nervige/langweilige dabei… naja, eben auch Geschmackssache.

  5. kritischer Geist mit Vermittlungsdrang
    2
    29.11.2011 - 0:03 Uhr

    hm… mir scheint das meiste aus Raritäten und unbekannteren Tracks zu bestehen deren Aussenseitercharme sehr bald verpufft… gibt halt eine feine Linie zwischen „Kult“ und „eigentlich ziemlich nervig wenn ichs mir überlege“.
    Meiner Ansicht nach ist kaum eine wirkliche Entdeckung dabei.
    Das meiste sind nicht wirklich superprickelnde B-Seiten oder unbekannte Tracks die vielleicht aus gewissen Gründen keine besondere Bekanntheit erlangt haben.
    Aber manchmal ist das ja auch lustig, die 80er mal vom Feldweg der ums Dorf rumführt aus zu betrachten, dann weiss man die grossen Kracher er Ära wieder besser zu schätzen :)

  6. 28.11.2011 - 9:38 Uhr

    WOW!

    Sehr schöne Compilation!
    Besonders interessant:
    Duet Emmo – Heart Of Hearts (Or So It Seems) aus dem Jahre ’83.

    Dahinter steckt u.a. niemand geringeres als Daniel Miller.
    Auch aus diesem Song „klaute“ Alan Wilder Samples für sein „Recoil 1 + 2“.
    Schaut mal hier:
    http://www.78s.ch/2011/03/08/obskuradio-duet-emmo-or-so-it-seems/

    …oder auch sehr sehr nett:
    B.E.F – Groove Thang – die frühen Heaven 17…
    und der Berlin Mix von Fad Gadget’s Collapsing new people

    geile CD!