Lola Angst – Lassen ‘Lola’ aufleben!
Was ist aus dem guten alten Sound der frühen Achtziger geworden, als Künstler wie Fad Gadget oder Gary Numan das Arbeiten mit Elektronik als wilde, anarchistische Spielwiese begriffen haben? Fad Gadget ist mittlerweile leider tot und Meister Numan bewegt sich eher in dunklen, harten Gefilden.
Es ist also klar: neue Verrückte braucht das Land! Wer wäre für diese Rolle besser geeignet als Don Goldmann und Sancho Schirner, die schon seit einigen Jahren mit der verwaisten Kirchenorgel Lola und dem verschrobensten Electro-Pop aller Zeiten gegen die Windmühlen des Establishments anreiten?
Auf ihrem neuen Album “Viva La Lola” gehen die beiden Irren, um ein paar zeternde Ballerinas erleichtert und um eine echte Band verstärkt, nun den nächsten Schritt in Richtung Weltherrschaft, indem sie sich den Eingangs erwähnten Spirit der frühachtziger Pioniere zu eigen machen und mit Lola den wildesten elektronischen Jahrmarktsound der letzten Jahre auf die Menschheit loslassen.
“Viva La Lola” erscheint am 20.11.2009 und ist Anti-Pop der subversivsten Art, mit unberechenbaren Melodiebögen aus schwurbelnden Analogkisten auf stampfenden Rhythmen, sowie einer gesunden Dosis von unbändigen und frischen Gesangseskapaden.
Fans der Achtziger werden darüber hinaus einen Heidenspaß dabei haben, all die kleinen Zitate und Anspielungen auf bekannte Songs dieser Ära zu erkennen und zuzuordnen.
Das Hit-Potential dieser kreativen Achterbahnfahrt erschließt sich dabei zwar nicht immer auf Anhieb, aber zünden die Songs dann einmal, bleiben sie dafür umso nachhaltiger im Ohr hängen.
Als Bonus liegt der Erstauflage des Albums die Scheibe “Live In Germania” bei, die einen guten Eindruck vom Live-Wahnsinn dieser Truppe gibt.
Diese Beiträge könnten Dich ebenfalls interessieren:
No tags for this post. Trackback: Trackback-URI


Nichts ist so schlimm und hässlich wie die amerikanischen Vorstädte. Und nichts ist so erhaben und schön wie ein neues Album von Arcade Fire. Die Kanadier schaffen es, mit ihrem dritten Album ihr drittes Meisterwerk abzuliefern, ohne sich dabei musikalisch zu wiederholen.
Northern Lite ist mit “Letters & Signs – Part Two” ein äußerst abwechslungsreiches, prickelndes und verdammt cooles Album gelungen, das den ‘Neo.Pop’ alter Tage in neuem Glanz erscheinen lässt.