coverMit ihrem dritten Album starten Eisbrecher einen erneuten Angriff auf die deutsche Elektro-Rock Landschaft und wirbeln nach ihren beiden erfolgreichen Vorgängeralben „Eisbrecher“ und „Antikörper“ mit dreizehn abwechslungsreichen Songs erneut gehörig Staub auf. Angefangen in den 90ern mit Megaherz, steuern Kapitän Alexander und sein ‚Maat‘ Jochen seit 2002 ihren Eisbrecher gezielt in den Gefilden rockig-elektronischer Klänge und beweisen auch dieses Mal wieder, dass sie ein Händchen für ausgefeilte Melodien besitzen.

Mehr als noch auf ‚Antikörper‚ erinnert das Songwriting auf dem aktuellen Werk „Sünde“ an Oomph!, was auch durch gewisse stimmliche Parallelen von Alex und Dero unterstrichen wird. Während Oomph! jedoch stellenweise eher gemäßigter, aber dennoch rockig zur Tat schreiten und mit poppigem Songwriting glänzen, bläst es bei Eisbrecher dagegen durchaus auch mal härter durch die Boxen. Bestes Beispiel hierfür sind „Komm süsser Tod„, „Die durch die Hölle gehen“ oder „1000 Flammen„. An alte Industrial-Zeiten, wo Oomph! mit ‚Der neue Gott‘ kräftig durchgestartet sind, erinnert wiederum „Mehr Licht„, das die Niedersachsen wohl selbst nicht besser hätten umsetzen können. Krachende Gitarrenriffs sorgen mit einem kernigen Refrain für die härteren Momente auf ‚Sünde‚.

Überraschend elektronisch, gar poppig wird es dagegen bei grandiosen Songs wie „Herzdieb„, das ähnlich wie das Instrumental „Kuss„, sogar Parallelen zu And One oder ähnlichen Synthie-Bands erkennen lässt und für die gewisse Vielschichtigkeit auf dem Album sorgt!

Auch an potentiellen Singles fehlt es dem neuen Silberling nicht. Mit „Zu Sterben„, „Heilig“ oder dem designierten, von TRIO inspirierten Clubhit „This Is Deutsch„, gibt es neben der aktuellen Vorabsingle „Kann denn Liebe Sünde sein?“ mehr als genug Auswahl.

Eisbrecher liefern mit ‚Sünde‚ ein durchdachtes, überzeugendes und abwechslungsreiches drittes Album ab, auf dem die Band mit noch mehr Elektronik arbeitet und ihrem Sound damit neue Akzente verleihen kann. Für Fans von Oomph! und Unheilig dürfte dieses Album wie maßgeschneidert sein. Reinhören lohnt sich. Tipp!

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Kommentare

  1. Hurz
    3
    29.9.2008 - 12:21 Uhr

    Ich war am 19. September in Berlin beim Konzert und muß sagen, ziemlich geil und extrem laut. Selten haben mir die Ohren nach einem Konzert so geklingelt.
    Warum allerdings erst jetzt die News zu diesem wirklich gelungenem Album kommen wundert mich schon ein wenig. Die Platte wurde doch schon vor über einem Monat veröffentlicht ?!? Des weiteren frage ich mich aus welchem Grund der Vergleich mit Oomph so überstrapaziert wird. Meiner Meinung nach klingen Oomph eher wie Kindergarten Krabbelgruppe gegen diese geballte Power gemischt mit hammerharten Elektrobeats aller And One (vergleicht mal „This Is Deutsch“ mit „Deutschmaschine“ von AO oder „1000 Flammen“ mit „Steine sind Steine“). „Heilig“ hingegen erinnert extrem an „More“ von Sisters Of Mercy. Alles in allem eine super Mischung und sehr zu empfehlen.

    Hurz

  2. 29.9.2008 - 7:48 Uhr

    *freu* und gleich des Amazon-Knöpfchen drücke *ggg*

  3. wunschkind
    1
    27.9.2008 - 19:56 Uhr

    Klasse Album! Ein perfekter Oomph! Ersatz! Bei den Wolfsburgern dreht sich eh nur noch alles um Verkaufszahlen, glattgebügelt, Chart- und Kinderzimmertauglich, leider!