doves_kingdom Ja, auch Rockmusik mit elektronischer Verstärkung hat ihren verdienten Platz bei uns. Und wenn Manchester’s Finest (Sorry, Noel und Liam!) ein neues Album veröffentlichen, sind wir ganz Ohr. Zur Belohnung gibt es ein paar der schönsten Songs des Jahres.

Es begann Anfang der 90er mit einem Danceprojekt namens Sub Sub und einem Singlehit. Irgendwann später die Umbenennung, der (anfangs nicht ganz freiwillige) Wechsel von Bassist Jimi Goodwin ans Mikro, ein erstes gutes, jedoch kaum beachtetes Album. Dann endlich 2002, „The Last Broadcast“, ein majestätisches Werk voller großartigen Britpops mit leicht elektronischem Einschlag, mit Hits wie „Words“ oder „There Goes The Fear“. Platz 1 in den UK-Albumcharts. Auch „Some Cities“ (2005) – etwas breitwandiger rockend – konnte überzeugen und nun ruft das „Kingdom Of Rust“.

Wir versprachen eingangs ein paar der schönsten Songs des Jahres. Nun, dazu muss man sich nur die ersten beiden Stücke anhören, „Jetstream“ und „Kingdom Of Rust“. Besser geht Popmusik eigentlich nicht. Zehn Minuten musikalischer Perfektion. Während „Jetstream“ das Album mit einem Paukenschlag an flirrenden Sounds und sich stetig steigernden Rhythmen eröffnet, strahlt der Titelsong als Einserschüler in der Coldplayschool. Melancholisch, melodisch, meisterhaft (unterstützt von einem angemessenen Video, bei dem das Herz des Britannienfans aufgeht).

Damit wir nicht des Endloslobhudelns angeklagt werden, kommt hier das einzig Negative: Nach einem solch furiosen Auftakt kann es nicht mehr besser werden. Doch auch der Rest des Albums beweist hohe Qualität und einigen Abwechslungsreichtum. „The Outsiders“ kehrt zum Anfangstempo zurück, „Winter Hills“ bedient die Anhänger eher geradliniger Britpop-Singles. Während „Spellbound“ vollends episch nach dem Stadion ruft, gönnt „Compulsion“ dafür groovend Bass und Percussion ihren Auftritt.

Schließlich lehnt man sich nach dem entspannten „Lifelines“ zurück und weiß, dass man durchweg ein schönes Stück Musik genossen hat. Und hört sich das Album gleich nochmal von vorne an.

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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