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Ein Remix-Album zu einem Filmsoundtrack? Das hat man nicht alle Tage, das ergäbe ja auch meistens keinen Sinn. Wenn es aber um ein Effektfeuerwerk wie Tron: Legacy und die dazugehörige Untermalung von Daft Punk geht, dann passt das vielleicht doch. Und so ließen sich zahlreiche große Namen wohl nicht lange bitten.

Die Resultate funktionieren nun, wie das bei Remixsammlungen recht typisch ist, eher weniger im Albumzusammenhang. Die Atmosphäre von Film und Soundtrack, die ja Daft Punk auch auf Albumlänge perfekt konstruiert haben, kann in Remixform kaum erhalten bleiben. So betrachtet man die Mixe besser einzeln und im Clubzusammenhang, denn dafür wurden sie schließlich auch angefertigt. Die aufwändige Orchestrierung der Originaltracks wurde dabei erwartungsgemäß durch verstärkten Beateinsatz ersetzt.

Außer bei Moby, um gleich mal einen der prominentesten Bearbeiter zu nennen. Seine Version von „The Son Of Flynn“ bemüht sich erfolgreich, die filmische Stimmung zu erhalten und lässt auch die Opulenz drin im Track. Ein anderer namhafter Remixer legt es genau aufs Gegenteil an – Paul Oakenfold sieht in „C.L.U.“ nämlich eher die Technowalze und drückt somit gewaltig (und nicht allzu subtil) aufs Gas.

Irgendwo dazwischen bewegen sich die anderen. Boys Noize beweist beispielsweise einmal mehr, warum er weltweit zu den gefragtesten Remixern gehört. M83 mischen geschickt eigene Vocals unter die Tonspuren (das haben die doch schon einmal bei irgendwem so gemacht…). Mit Photek darf auch ein elektronisches Urgestein mitmischen. Doch die heimlichen Highlights liefern Com Truise (Album demnächst, im Auge behalten, den Mann!) mit einem 80s-Pop-Track und Ki.Theory mit einem episch-druckvollen Mix ab.

Rekonfigurierung abgeschlossen, die virtuelle Tronwelt funktioniert nun auch bestens im Club.

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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