Dieses Mal keiner der stets feinen Sampler der Kitsuné-Maison-Reihe, sondern eine Mix-CD in Zusammenarbeit mit dem Londoner Webmag Ponystep. Der Qualität tut das keinen Abbruch, es gibt wieder höchst aktuelle elektronische Trendmusik mit einigen Hitkandidaten und reichlich exklusiven Versionen, hier eben in einem exzellenten und partytauglichen Mix.

Neben der Entdeckung neuer Musiktalente machen die Pariser Kitsuné-Jungs (und Mädels) ja von Beginn an auch Mode. Da passt man natürlich mit den hippen Ponystep-Leuten, die vorwiegend Modespezialisten sind, gut zusammen. Zudem schmeißen die Londoner einige erfolgreiche Partys, sind also auch musikalisch nicht ohne. Eine dieser Partys ist die legendäre BoomBox, zu der es bereits auf Kitsuné eine Compilation gab, kompiliert von Jerry Bouthier (als Remixer auch JBAG genannt). Welche jener sehr zufriedenstellend ablieferte, so dass er hier erneut an die Misch- und Editiermaschinen durfte.

Und er liefert wirklich gute Arbeit ab. Einige große Namen, einige Neuentdeckungen, 20 Tracks, alles in einem fast durchgehend tanzbaren Mix, Schwerpunkt Disco-House. Schon das erste Stück allein rechtfertigt den Kauf – mit „Momma’s Place“ zaubert Jungmutter Róisín Murphy einen brandneuen und astreinen Hit mit herrlicher 80er-Atmosphäre unter die Glitzerkugel. Ebenfalls bereits recht namhaft (obwohl erst ein Album draußen ist) sind Two Door Cinema Club, deren Single „I Can Talk“ von French Horn Rebellion bearbeitet wurde. Auch der Schwede Lindstrøm hat sich in den letzten Jahren einen treuen Anhang erarbeitet, hier wurde sein tolles „I Feel Space“ noch einmal poppiger abgemischt (und Chris Lowe von den Pet Shop Boys hat seine Liebe zu dieser Version bekundet). Kurz davor hätten wir fast übersehen, dass sogar Adamski vertreten ist, wenn auch nur mit einem kurzen Übergangsstückchen. Auch Booka Shade schauen mit „Regenerate“ vorbei, und die Belgier von Das Pop sorgen mit „Fool For Love“ für das verträumte Finale.

Dazwischen stecken aber noch ein paar neue Namen, die man sich notieren sollte. Als da u.a. wären: Voltaire Twins, ein Electropop-Duo aus Perth, Australien; Florrie, neueste Entdeckung der Hitschmiede Xenomania (Pet Shop Boys, Kylies, Sugababes); die in Spacesounds verliebten Russen von D-Pulse; Afro-Electro von Rainbow Arabia; Indie-Disco aus Manchester von MAY68; und schließlich die Österreicher von Bunny Lake, deren hymnischem Electropop Großes zu wünschen wäre.

Wer also mal wieder 70 Minuten feine und abwechslungsreiche Tanzmusik auflegen möchte, ist hier an der absolut richtigen Adresse.

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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