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Beim Rezensenten zu Hause. Der Besuch durchstöbert den Stapel der zu besprechenden Neuerscheinungen, zieht eine CD heraus und ruft begeistert: „Oh, ein neuer Kitsuné-Sampler! Lass mal reinhören!“ Das passiert regelmäßig und spricht wohl eindeutig für den guten Ruf der Reihe, den auch Ausgabe Nr. 11 festigt.

Nach der Doppel-Jubiläumsausgabe lassen es die Franzosen auf der neuen Compilation wieder einfacher angehen. Eine CD, 16 Tracks und ein Untertitel, der seit einiger Zeit perfekt auf die Kitsuné-Veröffentlichungen passt: „The Indie-Dance Issue“ (wobei die Elektronik schon noch deutlich überwiegt). Denn das ist es, was drauf ist: Best of both worlds eben.

Wir gehen jetzt nicht schon wieder darauf ein, wie viele tolle Künstler mittlerweile ihre ersten Erfolgserlebnisse mit einem Track auf einem Kitsuné-Sampler verbinden. Stattdessen konzentrieren wir uns auf die neuesten Teilnehmer: Alte Hasen gibt es kaum, höchstens ein paar Bands, die schon einmal auf vergangenen Nummern der Reihe vertreten waren. Dafür haben wir aber wieder einen Haufen Talente am Start, deren Namen die heißen Eisen der kommenden Monate sein könnten.

Eine ganz seltene Sache bietet gleich der Anfang, denn hier gibt es einen Song („Let’s Go All The Way“), der ganz toll ist – und der Act dazu hat noch nicht mal einen Namen (Mann? Frau? Duo? Band?). Album ist für 2012 geplant und Franz Ferdinands Alex Kapranos steckt irgendwie auch mit drin. Aufpassen! Danach singt ein bekannter Nachname, Jones nämlich, der Vorname lautet Alexander Dexter und wir hören den Sohn von Mick Jones (The Clash) mit süffigem 80s-Pop.

Housse de Racket waren schon letztes Mal dabei und setzen hier die Inhaltsangabe des Samplers exakt um, wohingegen Gallops eher abseitigere Elektronik bevorzugen. Nachdem Cosmonaut aus Australien klassischen Elektropop geboten haben, setzen Creep aus New York einen Höhepunkt mit „Days“ (bei guten Radiosendern wie Motor.FM schon schwer am Rotieren), hier im Remix von Azari & III, auf deren kommende Taten man auch gespannt sein darf.

Is Tropical waren schon mal dabei, ihr Album folgt in wenigen Wochen und die neue Single „The Greeks“ ist ein sauberer Hit – das aberwitzige Video dazu sollte man übrigens gesehen haben (sofern man mindestens 16 Jahre alt ist, sagen wir mal). Auch Peter & The Magician (mit Italo-Pop-Affinität) oder The Touch (klasse Synthies) enttäuschen nicht, bevor mit Logo X Icona Pop Schweden und Frankreich eingängigst Pophochzeit feiern.

Beat Connection oder Fiction schreiben wir uns ebenfalls noch auf den DIN-A1-Vormerkzettel für zukünftige Hoffnungen, bevor wir abschließend konstatieren können: Auch Vol. 11 überzeugt auf ganzer Linie, wir freuen uns auf das volle Dutzend!

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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