Streamingdienste immer populärer

Bei iTunes werden weniger digitale Titel verkauft.Als Apple vor über zehn Jahren den iPod erfand und mit dem iTunes-Store im großen Stile MP3-Musik legal im Internet anbot, läutete dies einen Epochenwechsel für Musikkonsumenten und die Industrie ein. Fortan sanken die CD-Verkäufe von Jahr zu Jahr, während der Verkauf digitaler Musik stetig anstieg. Nun kündigt sich erneut ein Wandel an: Wie das Billboard-Magazin berichtet, sank in den USA erstmals die Zahl der verkauften Musiktitel. Der naheliegende Grund: Immer mehr Menschen hören Musik über Streaming-Dienste wie Spotify, Napster, Pandora und Rdio.

Während 2012 noch 1,34 Milliarden Songs über iTunes verkauft wurden, waren es im vergangenen Jahr 1,26 Milliarden Musiktitel. Das ist ein Rückgang von 5,4 Prozent. Bei den digitalen Alben sanken die Verkäufe von 117,6 Millionen Einheiten (2012) auf 117,7 Millionen, was ein Minus von 0,1 Prozent bedeutet. Insgesamt wurden 2013 in den USA 8,4 Prozent weniger Alben umgesetzt als im Jahr davor. Die Zahl der CD-Verkäufe ging dabei besonders stark zurück, nämlich um 14,5 Prozent von 193,4 Millionen Exemplaren auf 165,4 Millionen. Nur das gute alte Vinyl konnte zulegen von 4,55 Millionen Scheiben in 2012 auf 6 Millionen im vergangenen Jahr.

Soweit die Zahlen für den US-Markt, die für den deutschen Markt sicherlich nicht übertragbar sind. Hierzulande vollzieht sich der digitale Wandel sehr viel langsamer. Die Umsätze mit klassischen CDs bilden mit 71 Prozent (Stand: 2012) immer noch den Löwenanteil an den Gesamtumsätzen. Eine Zahl zum Vergleich: der Anteil von CDs an den Albenverkäufen beträgt in den USA 57,2 Prozent.

Streamingdienste wie Spotify und Napster, bei denen man für 10 Euro im Monat aus Millionen Musiktitel auswählen kann, um sie per Stream auf der heimischen Musikanlage oder dem Smartphone zu hören, stecken in Deutschland immer noch in den Startlöchern. Spotify kann erst seit 2012 bei uns legal genutzt werden. Weltweit greifen 24 Millionen Nutzer auf den Dienst zurück (Stand: März 2013), über die Zahlen für Deutschland schweigt sich das Unternehmen aus.

Wie steht es mit Euch? Nutzt ihr Spotify oder andere Streaming-Dienste?

 Sven Plaggemeier
Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er zurzeit als Online-Projektmanager, Social Median und Online-Redakteur. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

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6
Kommentare

  1. Christian
    6
    17.1.2014 - 13:54 Uhr

    Ich rieche nicht nur an meinen Booklets, ich esse sie auch… :)

  2. Mike
    5
    7.1.2014 - 17:58 Uhr

    Ich glaub 10 Euro im Monat ausgeben für Streaming ist für den wirklichen Musikfan und Sammler absoluter Blödsinn! Wir wollen was in der Hand halten, den Geruch des neuen Booklet´s riechen und das Teil dann ins Regal stellen! Oder die Vinyl aus der Hülle nehmen, sanft den Staub entfernen, vorsicht auflegen und dann den Tonarm schwenken lassen und geniesen!
    Wir sind Audiophile denen der ganze Digitalkram zu oberflächlich ist und man ausserdem mit der Zeit den Überblick verliert!!
    Desweitern will ich behaupten das ausgefallene Musikgeschmäcker über „Spotify“ nicht oder nur bedingt bedient werden können – kann mich hier aber auch täuschen.

    Gruss Mike

  3. und
    4
    6.1.2014 - 22:14 Uhr

    ich

    sag Euch: die kassetten kommen auch wieder !

    lob mir meine DM Sammlung ;-)

  4. 6.1.2014 - 11:45 Uhr

    Ich nutze auch nur Radiostream, wenn ich am PC sitze, z.B. Radio fresh80s, ein gemütlicher 80er Jahre Sender mit viel DM Musik :-) Ansonsten kaufe ich CDs und Vinyl. MP3 Downloads gibts bei mir nicht, nutze das Format auch nur für unterwegs. Schöne Woche allen :-)

  5. T
    2
    5.1.2014 - 19:08 Uhr

    habe spotify letztes jahr 2-3 mal benutzt um in alben reinzuhören. aber ansonsten kaufe ich nach wie vor Vinyl und cd. für unterwegs nutze ich dann mp3.
    ich brauch was zum anfassen! man nennt das ja romantik. gut dann bin ich eben romantiker:-)

  6. 5.1.2014 - 18:05 Uhr

    Ich nutze nur kostenlose Radiostreams über den Mediaplayer Musikbee (Shoutcast/Icecast) und höre dort bevorzugt Sender aus dem Bereich Gothic-Darkwave-Ambient-Electronic-Synthpop-Futurepop.

    Zb. Onlinesender wie Dark-Section-Radio, Darkwave Radio, Radio.XES (Shoutcast) Vox Noctem (Icecast) usw.

    http://getmusicbee.com/

    Typischen Streaming-Dienste wie Spotify und Co. die Geld kosten nutze ich nicht, ansonsten kaufe ich noch echte Audio-CDs von meinen Lieblingsbands/Künstlern die ich allerdings dann am PC ins Mp3-Format rippe.