Auch wenn der jüngste Spross aus dem Hause Decoded Feedback schon vor ein paar Wochen das Licht der Welt erblickt hat, möchten wir die Gelegenheit nicht auslassen, einen Blick auf das achte Studioalbum mit dem Titel „Aftermath“ zu werfen. Man könnte „Aftermath“ durchaus als ein kleines Comeback betrachten, das die fünfjährige Pause von Decoded Feedback kraftvoll beendet. Ein Comeback, das nicht nur bei den Fans für zufriedene Gesichter sorgen dürfte.

Beim Sounddesign zeigten sich Marco Biagiotti und Yone Dudas in der Vergangenheit immer mal wieder erfreulich experimentell. Nachdem sich das Duo Ende der 90er Jahre stark vom Techno beeinflussen ließ, erhielt das 2000er Album „Mechanical Horizon“ deutliche Future-Pop-Einflüsse, ein Umstand der auch heute noch deutlich hörbar ist.
2005 erschien das bisher letzte Album mit dem Titel „Combustion„, nach dessen Veröffentlichung es sehr ruhig um die Kanadier wurde, die in dieser Zeit mit persönlichen Rückschlägen zu kämpfen hatten. Rückschläge die das Futter für „Aftermath“ werden sollten.
Düstere Texte und dunkler, bisweilen aggressiver Gesang sind ein Teil der Charakteristik des neuen Longplayers. Auf der anderen Seite steht der zum Teil hymnische Synthesizer-Sound, der die positiven Momente liefert.

Druckvoll wird das Album mit „Silent Killer“ eröffnet. Typisch Decoded Feedback – tanzbar, eingängig und ein prägnanter Schuss Melancholie im Gesang von Marco Biagiotti lassen diesen Song zum Tanztempelaspiranten werden. Ein Umstand der sicherlich auch auf den deutlichen ‚Old-School-Electro-Sound‘ zurückzuführen ist.
Getragen und ausgesprochen düster fällt hingegen das Timbre von „Eternity Falls„, „Demons“ und „Shelter Me“ aus, die allesamt an eine Mischung aus den alten Project Pitchfork und Apoptygma Berzerk erinnern.
Dass Marco und Yone auch poppige Tracks in petto haben, zeigen sie mit „Affliction“ und „Dark Reflections„, die in erfrischender Art und Weise Abwechslung auf den Silberling bringen.

Aftermath“ ist ein grundsolides Comeback geworden, das einige gute Songs bereithält. Dennoch wirkt der neue Longplayer durch den stark retrolastigen Sound ein wenig wie eine Best Of Platte. Ein Umstand, den das Duo womöglich bewusst ausgespielt haben könnte, denn ‚alt‘ ist nicht immer schlecht. Decoded Feedback fahren jedenfalls gut damit.

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