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Wer sich ein bisschen mit aktueller elektronischer Musik auskennt, der kommt jetzt bestimmt nicht mit Sprüchen wie „Ach, jetzt singt dieses Model auch noch?“. Denn Eva Padberg macht mit ihrem Mann schon seit fast 10 Jahren Musik (unter recht strikter Trennung von der sonstigen Karriere), und zwar sehr gute. Auf ihrem dritten Album zeigen die beiden, dass sie sowohl clubtauglichen, als auch sehr eingängigen Electro auf der Höhe der Zeit beherrschen.

Niklas Worgt produziert und veröffentlicht schon seit den frühen 90er Jahren elektronische, meist minimale Musik. Irgendwann legt er sich das Alias Dapayk zu, und 2003 beschließen seine Lebenspartnerin Eva Padberg und er, als Dapayk & Padberg auch ab und zu mal etwas gemeinsam aufzunehmen. 2005 erscheint das Debüt „Close Up“ und spätestens mit dem Nachfolger „Black Beauty“ (2007) landen sie einen (internationalen) Achtungserfolg. Etwas weniger minimal und experimentell als Dapayk solo, dafür zumeist sehr clubfreundlich und mit durchaus poppigen Momenten.

Sweet Nothings“ führt diese Entwicklung nun fort. Auf den 12 neuen Tracks wird wohl mehr gesungen (sowie geflüstert, gehaucht und gesprochen) als je zuvor. Außerdem besticht das Album durch großen Abwechslungsreichtum zwischen Techno und Pop. „Too Lazy“ groovt cool in die Platte hinein, nach dem housigen „Play“ setzt der Titeltrack mit leicht melancholischen Sounds den ersten Kontrapunkt. Dem mit dem rasanten „Fluffy Cloud“ (Anspieltipp!) ein knallhartes Technobrett folgt.

Doch es bleibt vielseitig, nach einem Break, dem nächsten Tanzbodenfeger „The Sun Came Up“ und einem hübschen Interlude gibt es mit dem träumerischen „Berlin Summer Nights“ astreinen Elektropop, auf dem Herr Worgt fast nach Camouflage klingt. Sommerhitkandidat 2012! Später, in the „Backyard“ zeigt man, dass auch Dubstep seine Spuren hinterlassen hat. „Continental Drift“ packt dann noch ein paar coole 90’s-Sounds aus (und Frau Padberg singt hier richtig gut!), bevor die „Drive-by Beauty“ entspannt ins Ziel fährt.

Dapayk & Padberg haben mit ihrem dritten ihr bislang stärkstes Album aufgenommen, eines, das zu Hause und im Club funktioniert und auch im internationalen Vergleich einen starken Eindruck macht.

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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