Txalaparta! Tabor! Txistu! Gesundheit? Nein, alles in Ordnung. So heißen nur ein paar der ungewöhnlichen Instrumente auf diesem ungewöhnlichen Album. Baskische Folklore (Hey, Sie da, nicht gleich weglaufen!) meets Electroparty (Ah, jetzt lesen Sie doch weiter, gell?).

Die Bandmitglieder heißen Sebastian, Gilbert, Graham, Mimi und Laure und weisen außer spanischem, genauer baskischem, auch britisches und amerikanisches Blut auf. Eine bunte Mixtur, die sich, wie bereits angedeutet, auch durchweg auf dem Debütalbum „Star Of Love“ wiederfindet.

Gehen wir es mal durch. Gleich mit dem Opener „Solar System“ werden die Eckpunkte gesetzt. Elemente akustisch geprägter Folklore werden von saftigen Beats gekontert und laden zum verschwitzten Rave ein. Der frühe Höhepunkt „Xtatic Truth“ fährt auf ähnlicher Spur, harmloses Intro, mächtige Beschleunigung, Abfahrt.

Im Anschluss dann einer der bekloppten Tracks unter den ohnehin eigenwilligen Stücken. „I Do This Everyday“ fährt mit fiesen Crossoversalven zwischen die Beine. Und gleich danach rufen die lässigen „Champion Sound“ und „Plage“ mit Latinofeeling und fröhlichem Getrommel nach der Sonne. Womit wir bei „In The Summer“ angekommen wären, das wieder etwas für die elektronische Partyfraktion sein dürfte.

Während „At Home“ eine ganz andere Richtung einschlägt. Ein sanfter, wunderschön gesungener Ohrwurm mit leichtem 80er Feeling. Dem sogleich der zweite durchgeknallte Dancepunk-Klopfer namens „I Love London“ folgt, nur um von der Basswalze „Swallow“ überrollt zu werden. Die wiederum vom electropoppigen „With You“ abgelöst wird (nicht ohne Folklore-Break, versteht sich). Und zum Abschluss heißt es bei „Follow“ nochmal Lagerfeuer meets Disco.

Dieses Debüt zog bereits wüste Vergleiche mit Acts wie M.I.A., MGMT oder Empire Of The Sun nach sich, manche teilweise berechtigt, manche eher hilflos. Den Crystal Fighters ist es einfach gelungen, einen ganz eigenen, mitreißenden Stil zu entwickeln – und damit setzen sie einen frühen Höhepunkt des Musikjahres 2011.

(Addison)

P.S. Dem Album liegt übrigens noch eine 5-Track-Akustik-EP bei.

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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