Fünf Jahre nach ihrem letzten Longplayer ‚Skyshaper‘ melden sich Covenant nun mit ihrem jüngsten Spross zurück. Einen ersten Vorgeschmack auf „Modern Ruin“ gab es ja bereits im Oktober mit der eingängigen Vorabsingle „Lightbringer„, die sich prompt den ersten Platz in den DAC-Charts sichern konnte. Stellt sich die Frage: Wie poppig präsentiert sich das Trio auf seinem siebten Album?

In den vergangenen fünf Jahren hat sich viel getan bei Covenant – musikalisch wie personell. Nachdem sich die Band im Sommer 2007 von ihrem langjährigen Weggefährten Clas getrennt hat, wurde Soundwizzard Daniel Myer (u.a. Haujobb & Destroid) angeheuert. Eine gute Wahl, denn Daniel verleiht einzelnen Songs auf „Modern Ruin“ durch seine verspielten Tüfteleien eine ganz eigene Charakteristik. Gleichzeitig steuert er mit „The Beauty And The Grace“ und „Worlds Collide“ zwei eigene Tracks bei, die aus kompositorischer Sicht jedoch weniger nach Covenant, dafür umso mehr nach Destroid klingen.

Doch schauen wir uns die Platte mal etwas genauer an.

Nach dem nichtssagenden Intro „Modern Ruin„, eröffnet die Clubhymne „Lightbringer“ den Silberling. Gewohnt gefällige Sounds und die eingängige Melodie gefallen nach wie vor. Mit „Judge Of My Domain“ schließt sich ein klassischer Covenant Track an, der Erinnerungen an das 2002er Album ‚Northern Lights‘ wach werden lässt. Weiter geht es mit „Dynamo Clock„, einem absoluten Clubbrett. Hardtrance meets Covenant! Eine staubtrockene Bassline und Stakkato-Beats bilden das pumpende Grundgerüst für diesen erstklassigen Smasher, auf den viele Fans der Band seit Jahren gewartet haben dürften.
Etwas ruhiger und gesetzter wird es dagegen bei den sich anschließenden Titeln „The Beauty And The Grace„, „Worlds Collide“ und „The Road„, die allesamt gefallen aber letztendlich nicht den erhofften Aha-Effekt herauskitzeln können.
Vielleicht liegt es auch daran, dass sich mit „Get On“ und „The Night“ zwei Songs auf den Silberling verirrt haben, die keinerlei Wirkung entfalten können und mit dem sonst recht homogen produzierten Album brechen.

Gänzlich sparen können hätte man sich übrigens den ‚Hidden-Track‘! 9 Minuten lange Aneinanderreihung von langweiligen (Distortion-) Sounds gehen einem dann doch recht schnell auf den Keks und haben mit dem Album/ der Musik rein gar nix mehr am Hut.

Modern Ruin“ hinterlässt insgesamt einen soliden, wenn auch nicht bahnbrechenden Eindruck. Frisches Futter für die Clubs liefern die Schweden hier dennoch ab. Verglichen mit früheren Platten (z.B. „Sequencer“ oder „Northern Lights„), gibt es auch dieses Mal ’nur‘ einige musikalische Kanapees und nicht das volle Buffet. Schade.

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10
Kommentare

  1. Oliver X
    10
    30.1.2011 - 14:22 Uhr

    Endlich die neue Covenant.
    Aber 3-4 gute Songs machen noch kein gutes Album. Bis auf Lightbringer, The beauty and the grace ,judge of my domain sowie bedingt the road hinterlässt das Album doch einen eher entäuschenden Eindruck.
    The Road erinnert doch ZU stark an The worlds is growing loud vom letzten Album. The Night ein blasser Abklatsch von Scared und zum Schluß gibt es noch „Cryotank expansion junior“. Toll!!!

    Der Rest für mich teilweise lustlos und langweilig(dynamo clock/beat the noise).

    Mit den Live vorgestellten neuen Songs auf dem Album u.a. das geniale Come, wäre es vielleicht das Album 2011 geworden, aber so???
    Schade.

  2. 24.1.2011 - 22:17 Uhr

    das ist eine platte eher für die ruhige stunde zu hause. das album ist im ganzen zwar nicht schlecht, leider gibt es zu wenig gute stücke, auf die man so richtig abtanzen kann. Lightbringer und Beat The Noise sind die einzigen Songs, die man in der Disko auflegen könnte.

  3. dm242
    8
    20.1.2011 - 20:34 Uhr

    Moin nochmal. Ich habe ja bereits geschrieben, dass die Platte insgesamt echt gut ist. Allerdings fällt sie qualitativ meiner Ansicht nach zum Ende ein wenig ab. Merkwürdigerweise habe ich dieses Gefühl relativ häufig, also nicht nur hier. Vielleicht liegt´s ja auch an mir… :-)
    Ansonsten Favoriten: „The Beauty And The Grace“, „Judge Of My Domain“, „Dynamo Clock“ & „Lightbringer“.

  4. alecDM
    7
    20.1.2011 - 13:00 Uhr

    Für mich ist MR mit sicherheit einer der besten Alben der letzten Jahre nicht nur von Covenant sondern überhaupt. Und wahrscheinlich Dank Daniel haben Covenant an Qualität und Profesionalität jedemenge dazu gewonnen.

  5. zoomzoom
    6
    19.1.2011 - 19:10 Uhr

    Hm, meiner Meinung nach klingen Stromkern ähnlich wie die Single „Lightbringer“.

  6. 18.1.2011 - 23:15 Uhr

    hey dm242!

    ALSO… ich finde, covenant haben irgendwie die Entwicklung verschlafen. Ohne Daniel wäre die Platte nicht mal halb so gut geworden.

    Zieh dir mal z.B. die aktuelle Rolf Maier Bode „Thirteen Nights“ rein. SO kann Electro heute klingen. (Okay bissel genrefern – aber trozdem)

    The Beauty And The Grace ist ganz nett, aber selbst auf der aktuellen Destroid EP sind bessere Songs.

    Wie gesagt… In seiner Gesamtheit ist das Album okay – nicht mehr… nicht weniger.

  7. A!=!
    4
    18.1.2011 - 23:07 Uhr

    genau, finde ich auch dm242
    get on & lightbringer sind auch sehr gelungen.

  8. dm242
    3
    18.1.2011 - 18:14 Uhr

    Gute Platte. Bei „The Beauty And The Grace“ kein „Aha-Effekt“? Absolut der beste Song auf dem Album!

  9. 15.1.2011 - 17:51 Uhr

    du erwartest da jetzt nicht wirklich ne antwort drauf oder?

  10. precious
    1
    15.1.2011 - 17:19 Uhr

    leider ist hier im kommentar überhaupt nicht das stück „beat the noise“ angesprochen worden, der eigentliche knaller des albums, schon seltsam!