Wie ein Phönix aus der Asche erheben sich Covenant mit ihrer lang erwarteten und oft verschobenen „Lightbringer EP„. Angekündigt als fundamentales Gesamtwerk, hat die Band die Erwartungshaltung an diese Veröffentlichung schon im Vorfeld deutlich nach oben geschraubt. Mit Recht, wie sich bereits nach dem ersten Hören bestätigt. Hier ist Covenant endlich wieder was wirklich Großes gelungen!

Zugegeben, angefixt haben mich die letzten zwei Alben von Covenant in Gänze nie. Es waren vielmehr die Singles und einzelne Songs, die wirklich überzeugen und herausragen konnten. Ob sich das mit dem kommenden Longplayer allerdings ändern wird – die Zukunft wird’s zeigen. Mit der „Lightbringer EP“ setzen Covenant zumindest schon jetzt ein wirklich aussichtsreiches Zeichen!

Lange haben Covenant nicht mehr so poppig, frisch und innovativ getönt wie bei „Lightbringer„. Die treibenden Rhythmen der vergangenen Singles werden hier durch einen pulsierenden Midtempobeat getauscht und mit signifikanten Synthiesounds und einer verdammt eingängigen Melodie verfeinert. Ungewohnt ist dabei auch der sequentielle Einsatz der Vocoderstimme, was dem Track eine gewisse Gedrungenheit verleiht.
Insgesamt vier Remixes des Titeltracks haben es auf die EP geschafft, wobei es durchaus hörbare Unterschiede gibt. Während sich der ‚Radio Mix‘ am Original orientiert, verwandelt der ‚speedrun‚ Mix den Song in einen ambitionierten Clubstampfer mit deutlich mehr BPM. Ein stückweit interessanter dürften hingegen dagegen die Versionen von Joakim Montelius (‚jm rmx‘) und Daniel Myer (‚dm rmx‘) sein.

Rau und monoton geht es bei dem ‚jm rmx‘ zur Sache. Die weiche Synthiemelodie weicht hier einem extrem harten Sound, der vermuten lässt, dass diese Version einer früheren Demo entsprungen sein könnte. Ganz ohne Vocoderstimme kommt hingegen der ‚dm rmx‘ aus. Gesanglich übernimmt neben Eskil auch Neumitglied Daniel Myer das Zepter. Insgesamt wirkt der von Daniel Myer angefertigte Mix wesentlich komprimierter und vertrackter, was wiederum Erinnerungen an sein Soloprojekt ‚Destroid‘ wachruft.

Neben dem eigentlichen Lichtstrahl dieser EP gesellen sich noch zwei unveröffentlichte Songs, die einen weiteren Ausblick auf „Modern Ruin“ geben (könnten). „The Beauty And The Grace“ kann dabei durch seine monotone wie fesselnde Produktion punkten, bei der Eskils Stimme bestens zur Geltung kommt. Rockt!
Dass es dann doch noch minimalistischer und experimenteller geht, beweisen Covenant mit der recht eigenwilligen Ballade „Never Seem To End„, die im Kontext mit den anderen Tracks eher enttäuscht als begeistert.

Sieht man mal von dem letzten Track der EP ab, liefern Covenant mit „Lightbringer“ einen echten Lichtblick, der nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit dem schwedischen Electro-Duo Necro Facility positiv beeinflusst wurde! Frisch, frech und innovativ – so wie es sein sollte! Mehr davon!

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