coverSeit ziemlich genau 15 Jahren veröffentlicht Rüdiger Illg unter dem Namen Conscience regelmäßig neues Material. Seine musikalischen Wurzeln sieht er selber in den 80er Jahren. Waren die ersten Veröffentlichungen ausschließlich von Synthesizern bestimmt, kamen mit der Zeit organische Instrumente wie Gitarren, E-Bässe und Didgeridoos hinzu. Auch auf dem neuen Album ‚Superior Fish‚ gibt es wieder eine Vielzahl synthetischer Songs, die auch das ein oder andere Instrument mit einbinden.

Das Rüdiger Illg nach wie vor überwiegend auf den Pfaden der 80er Jahre wandelt wird schon mit dem Opener Forever hörbar. Verspielte, elektronische Elemente verbinden sich hier mit den dominierenden Synthieflächen. Dennoch plätschert „Forever“ nur so vor sich her, so dass man den Eindruck bekommt, dass hier ein Höhepunkt einfach ausgelassen wurde?!
Interessanter und geradezu ohrwurmverdächtig gestaltet sich da schon ‚Someone I Might Forget Tomorrow‚, das im Refrain an And One erinnert, was sicherlich auch an der Stimme liegen dürfte, die sich sehr stark der von STEVE NAGHAVI ähnelt.
Als einen nahezu perfekten Popsongs bezeichnet Rüdiger Illg dann The North. Vom Sound erinnert der Track an New Order (80er) und muss sich auch vor deren Output nicht verstecken. Ob der Song als nahezu perfekter Popsong bezeichnet werden kann, sollte dann doch lieber jeder selbst für sich entscheiden.

Auch im weiteren Verlauf der Platte gibt es einige interessante Tracks wie z.B. „The Whole Day“, „Strange Conditions“ oder „Why Don’t You“. Die 80er Jahre sind auf dieser Platte allgegenwärtig, wobei die einzelnen Songs vor allem durch eine doch recht verspielte Instrumentierung brillieren können. Nicht wirklich überzeugen kann dagegen Gastsängerin Diana. Einerseits passt die Stimme irgendwie nicht, andererseits bekommt man auch das Gefühl, dass bestimmte Tonlagen nicht zu 100% erreicht werden können (z.B. „How Long“).

Insgesamt präsentiert uns Rüdiger Illg alias Conscience ein eher durchwachsenes Werk, das zwar mit ‚Someone I Might Forget Tomorrow‚ einen tollen Höhepunkt bereithält, sich aber über weite Strecken etwas zieht. Für Fans der guten 80er Jahre dürfte dieses Werk sicherlich einige interessante Tracks bereithalten.

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4
Kommentare

  1. björn lösekann
    4
    27.5.2007 - 19:23 Uhr

    einerseits beschreibt ihr das album von conscience als interessant, und dann wieder als durchwachsen. wisst ihr eigentlich was ihr wollt ? wer sich diese cd mal in ruhe anhört, wird entdecken, das man heutzutage noch gute popmusik produzieren kann, selbst wenn man sich auch an helden der 80s orientiert.
    rüdiger illg ist hier ein abwechsungsreiches album gelungen, auf dem man sicher auch die eine oder andere songperle finden kann. welches album überzeugt denn heute noch mit 100 % ? 100% heisst jeder song top, keine ausfälle. ich wüsste das nicht einmal von meinen lieblingsbands zu sagen.

    dieses album hat zwei auftritte von gast vocalisten zu bieten. wo soll den diana die tonlagen nicht erreichen ? da habe ich schon viele, bedeutent schlechtere sängerinnen gehört.

    wer gute popmusik mag, der sollte mal ein ohr in diese cd „reinhängen“. ich persönlich finde surior fish ist ein gelungenes album (8 von 10 punkten) – oder so in der art ;-)

  2. Pete
    3
    18.5.2007 - 7:21 Uhr

    Höre das Album hoch und runter und kann es nur jedem liebhaber feiner elektronischer Popmusik empfehlen. Und The North ist klasse, das ist ein astreiner Popsong, vielleicht sogar ein perfekter ;-)

  3. Mareike
    2
    17.5.2007 - 13:04 Uhr

    ich hab mir das album gleich geholt und bin begeistert. die highlights sehe ich ähnlich wie in der rezi, nur durchwachsen würde ich es nicht nennen. abwechslungsreich paßt eher, denn nach mehrmaligem hören wird jeder song zum hit.
    und die sängerin singt auch nicht schief, wie ich finde.
    ob das jetzt so 80er-mäßig klingt kann ich nicht sagen. das war vor meiner zeit ;-)

  4. westroamer
    1
    16.5.2007 - 20:06 Uhr

    CONSCIENCE ist einfach geil: Seitdem ich damals das erste tape nach einer Rezi in der „New Life“ bestellt hab, bin ich immer wieder von neuen Veröffentlichungen begeistert. Die älteren Veröffentlichungen waren eingängiger (z.B. „Mind Mirror“ – Tipp!), hatten , die aktuelleren sind vielschichtiger und etwas experimenteller. Solange noch kein Kontrakt bestand, wars für mich die beste Band ohne Label.