conscience-nhtb Re-Releases von Klassikern der Musikgeschichte sind etwas Feines. Re-Releases von vergriffenen Alben kleinerer Bands sind zumindest etwas für deren Fans. Und nur ausdrückliche Fans von Conscience sollten hier zugreifen. Der Rest fragt sich verzweifelt: Warum?

Also: Dieses Album erschien 2003 im Eigenvertrieb und wurde nun neu gemastert, wieder aufgelegt und mit zwei Bonusstücken versehen. Ergibt 14-mal Synthiepop klassischer Machart ohne jeglichen eigenen Charakter. Tausendmal gehörte Sounds, kaum memorable Melodien, dazu höchst mittelmäßiger Gesang in höchst mittelmäßigem Englisch. Mit dieser Wiederveröffentlichung erweisen sie sich und uns keinen Gefallen.

Dass Conscience wirklich gut sein können, bleibt noch zu klären, dass sie es zumindest besser können, bewiesen sie letztes Jahr mit ihrer „Blurred Fish EP“.

Ach ja, auf der CD findet sich noch die MP3-Version des Albums „Drained“ von Chaos Network, dem etwas härteren Nebenprojekt von Rüdiger Illg. Etwas besser als das Hauptprodukt, aber auch nicht umwerfend.

Nothing Has To Be? Das hier hätte zumindest nicht sein müssen.

(Addison)

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www.conscience-music.de

 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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Kommentare

  1. 13.11.2008 - 14:41 Uhr

    eine rezension kann zwei dinge erfüllen, entweder sie bewegt den leser dazu, in eine cd reinzuhören, oder sie vermittelt dem leser den eindruck, das sich das besprochene werk, aus welchen gründen auch immer, nicht in der anschaffung lohnt.

    wenn der redakteur sich die mühe macht, das werk ganz in ruhe anzuhören, sollte in kombination mit dem „waschzettel“ des labels etwas halbwegs brauchbares dabei rauskommen ;-) wenn er sich die mühe nicht macht, kann er ja einfach ein paar sätze des „waschzettels“ übernehmen, bzw. umformulieren. det merkt sowieso nur derjenige welche, der auch diesen waschzettel bekommt ;-) ich brauche wohl nicht zu erwähnen, das in diesem zettel immer steht, das dies das beste, innovativste usw werk des künstlers sei, und überhaupt eine super cd des jeweiligen musikanten, das locker mit dem & dem zu vergleichen, nur eben besser sei….und blah blah blah…tja, und damit kann man dann seine werte leserschaft beglücken, oder man schafft es tatsächlich, selbst mit eigenen worten eine rezension zu schreiben. (was zum allerdings zeitintensiv sein kann – und wer hat schon zeit ? )

    wenn beides nicht der fall ist, dann kann man davon ausgehen, das es der betreffende redakteur, entweder zeitlich nicht geschafft hat, weil er stapelweise cd material da rumliegen hat (durch das er sich noch durchhören muss), oder das material so belanglos fand, das er wohl besser erst gar keine worte darüber verliert…ja muß man denn jede cd die man bekommt, auch rezensieren ? ich denke nicht…ich spiele z.b in meinen radiosendungen (radioweser.tv) auch nicht jede, mir unaufgefordert zugeschickte cd. aber ich höre sie mir wenigstens an…zumindest so lang ich es ertragen kann, zugegeben fällt das manchmal schwer…sehr schwer ;-)

    was dem einen gefällt, mag ein anderer vielleicht nicht. das ist auch gut so, denn sonst würden wir womöglich alle schlager hören, oder hip-hop oder was auch immer. (wobei gerade diesekombination gerade von bushido & karel gott sehr schön umgestzt wurde – aber det jeht jezt n bissel am thema vorbei) wollte eigentlich sagen musikalische vorlieben sind nun mal verschieden…erwartet ernsthaft jemand das die ganze welt depeche mode liebt ? oder coldplay ? oder metallica ? ich denke nicht…mir persönlich würde es reichen die ganze welt würde mich lieben,aber auch das geht jetzt wieder am thema vorbei…ähm, hust…

    letzendlich bleibt musik nun mal etwas zum hören. man kann zwar auch drüber schreiben und lesen, aber in erst durchs hören erschliesst sich (oder auch nicht) des künstlers werk. wenn also zweifel bestehen, immer mal in die cd, bzw. musik reinhören, um sich selbst ein bild zu machen, wider der worte eines jeglichen rezensators…and always remember : life is too short for boring music !