Album CoverAndy LaPlegua (ehemals Icon of Coil) und seine Mannen melden sich mit ihrem neuen Longplayer und der Frage „What the f**k is wrong with you people?“ zurück. Obwohl die Band im letzten Jahr nicht nur ausgiebig die USA sondern auch Europa getourt hat, präsentieren uns Combichrist mit dem neuen Album wieder TBM (Techno-Body-Music) Material erster Wahl. Mit den insgesamt 14 Tracks gehen sie wieder auf Konfrontation mit dem Hörer und knallen diesem harte Sounds und erbarmungslose Shuts entgegen.

Das Andy LaPlegua mit seinem Vorzeigeprojekt keinen Synthie-Pop macht, dürfte mittlerweile bekannt sein. Schon die Vorgänger Everybody Hates You und The Joy of Gunz bescherte dem deutsch-amerikanischen Projekt nicht nur eine treue Fangemeinde von Elektro-Junkies, sondern auch ausverkaufte Tourneen und Headline-Shows. Clubhits wie This Shit Will Fuck You Up oder Get Your Body Beat laufen nach wie vor in den Tanztempeln der Republik. Letztgenannter ist auch auf der aktuellen CD vertreten und wurde bereits im Sommer 2006 als Single veröffentlicht.

Nach dem kurzen Intro 5am [after party] lassen Combichrist das erste, leichtere Elektrogewitter auf den Hörer los. Mit What the f**k is wrong with you? gibt es einen harten, aber im Vergleich zu Songs wie electrohead oder f**k that s**t eher harmloseren Club-masher zu hören, der im Refrain doch ein wenig an Marilyn Manson erinnert.
Das sich im Hause LaPlegua trotz dieses ersten Ausflugs in etwas langsamere Gefilde nichts geändert hat, wird schnell klar wenn man die oben genannten Songs hört. Neben aggressiven Shuts gibt es hier monotone Beats.
Tracks wie adult content und brain bypass halten schräge Sounds und Sprachsamples bereit und sind eher als eine Art Verschnaufpause zwischen den harten Clubtracks zu verstehen. Get You Body Beat ist der magische Mittelpunkt der CD und wurde soundtechnisch noch etwas aufpoliert. Im Vergleich mit dem Rest des Albums ist er wohl einer der ganz großen Höhepunkte auf der CD.
Deathbed erinnert in seiner musikalischen Anlage zwar etwas an :Wumpscut: wird aber durch die unglaublich harten Shuts in eine völlig andere Richtung gedrückt.

Insgesamt wirkt der zweite Teil des Albums wesentlich experimenteller als der erste Teil. Mit Red bekommt man den Eindruck, dass echte Drums eingesetzt wurden. Give head if you got it und In the pit erinnern ein wenig an die guten alten Nitzer Ebb. Mit Shut up and swallow und Are you connected gibt es noch zwei schnelle Clubsongs auf die Ohren.

Der limited Edition im Digipack liegt noch eine Bonus CD mit weiteren 10 Tracks bei, wovon der überwiegende Teil jedoch rein Instrumental ist oder lediglich mit Sprachsamples arbeitet. Neben dem monotonen, fast trancigen AM gibt es auch harte, technoide Songs wie another corpse under my bed oder dawn of man.

Insgesamt bietet „What the f**k is wrong with you people?“ einmal mehr harten TBM erster Klasse. Im Vergleich zu früheren Werken scheint Andy nochmal einen draufgesetzt zu haben, was seine aggressiven Shuts angeht. Musikalisch bleiben sich Combichrist weitestgehend treu.

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outoflinelogo

www.combichrist.com.

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Kommentar

  1. ice
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    13.3.2007 - 14:57 Uhr

    nicht so top wie die letzte- wer noch mehr songs wie let your body beat erwartet wird enttäuscht sein- als cc fan aber durchaus hörbar
    —-
    möchte mich nochmal beschweren das das konzert in krefeld gelinde gesagt ne absolute katastrophe
    war— wenn man bei ner bassorientierten band auf diesen verzichten muss..na prima
    sollet ihr euch bei den folgekonzerten vergewissern ob der sound abgestimmt wurde