Das französische Label Ed Banger hat in den letzten Jahren eine Menge für Freunde feierfreudiger Elektronik getan. Laut, dreckig und tanzbar. Nun hat Labelchef Pedro „Busy P“ Winter zusammen mit DJ Mehdi einen astreinen Sampler zusammengestellt, der all diese Stärken ballt und somit jede Menge schweißtreibendes Futter bietet.

Verzerrte Synthies, gehäckselte Beats, Radau on the dancefloor, so kennt man Ed Banger Records. Größen wie Justice, Feadz oder Sebatian sorgten für einen neuen und ziemlich wilden Sound. Nun hat Labelchef Busy P nahezu sämtliche alten Kumpels zusammengetrommelt, ein paar Newcomer dazwischen gewürfelt und eine 20 Tracks starke Compilation gebastelt.

Den schicken Titel hat man sich bei Mr. Oizo geborgt, der dann auch den gleichnamigen Opener beisteuert, womit man bei einer zackigen Sause mit vielen 90er-Sounds zwischen House und Techno angekommen ist, die Busy P mit einem eigenen Track gleich fortsetzt. Es gibt erwartungsgemäß einiges an angeschrägten Sounds, dabei hat man aber erfreulicherweise auf Abwechslungsreichtum geachtet. So gibt es auch mal topaktuelle Futuro-Sounds von Siriusmo, bevor Para One & Tacteel wieder tief in die 90er Kiste greifen und der Breakbot einen auf frühe Daft Punk macht.

Label-Urgestein Sebastian lässt fast schon Blade-Runner-Sounds vom Stapel, Gesaffelstein bringt etwas stimmungsvollen Minimalismus bei, spätestens bei den saftigen Stampfern von Djedjotronic und Discodeine wird dann aber wieder heftigst getanzt. Feadz hat nicht Uffie, sondern Claude Violante am Mikro und bringt kurz mal den Elektro-Pop ins Spiel. Doch mit Bobmo knattert dann der Oldschool-Techno zurück ins Stroboskoplicht.

Gegen Ende bekommen noch aktuelle Strömungen wie Dubstep und seine Nachfolger ihren Auftritt, zwei ihrer namhaftesten Vertreter, Triton und Skream zeigen Zukunftsmöglichkeiten auf, bevor DJ Mehdi noch selbst ran darf und Flying Lotus mit einem verträumt klickernden Song sanft aus dem Raum geleiten. Durchweg empfehlenswert!

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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Kommentar

  1. kaiser chief
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    4.4.2011 - 19:01 Uhr

    Finde, dass SebastiAn jetzt wie Kavinsky klingt-irgendwie schade!