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Nach einem Album, das sich bei so manchem zu einem der Lieblingsalben 2010 entwickelte, muss man erst einmal etwas Vergleichbares nachlegen. Doch siehe da: Beach House gelingt das Kunststück mit „Bloom“ scheinbar spielend leicht.

Ende 2007 erschien das Debüt des Duos aus dem Strandhaus, und es blieb, wie der wenig später veröffentlichte Nachfolger, eher ein Geheimtipp. Dann, im Winter 2010, kam „Teen Dream“ genau zur rechten Zeit, und das Genre des Dreampop hatte eine neue Speerspitze in Victoria Legrand – von deren Stimme sich mittlerweile bestimmt unzählige Mädchen und Jungs freiwillig ins Traumland schicken ließen – und Alex Scally. Ein Album, das den einen sofort umwarf, an manch anderem aber erst einmal vorbeihuschte – nur um dann (spätestens bei der Jahresrückschau) noch tiefere Wirkung zu hinterlassen.

Kann man so etwas toppen? Nun, das wird die Zeit vielleicht zeigen. Aber die (vielen) Hördurchläufe der letzten Wochen lassen erahnen, dass „Bloom“ künftig wohl auf einer Stufe mit dem großen Vorgänger stehen wird. Man hat einfach das Erfolgsrezept beibehalten, das da so ungefähr lautet: Verschlepptes Tempo, schwebende Synthesizer, perlende Gitarren, wunderschöne Melodien – und diese fantastische Stimme von Victoria Legrand natürlich.

Mit den ersten drei Songs „Myth“, „Wild“ und „Lazuli“ ist es um den Hörer geschehen. Da könnte jetzt in den restlichen sieben Stücken passieren, was wolle. Tut es natürlich nicht, Beach House zaubern einfach weiter, lassen hier mal eine Gitarre hervorstechen („Troublemaker“), ziehen dort mal den Beat etwas an („New Year“) und landen mit „Wishes“ mindestens einen weiteren melancholischen Sehnsuchtshit.

Eine wundervolle Blütezeit beschert dieses „Bloom“ der modernen Popmusik. Von diesem stets leicht vernebelten Traumstrand möchte man gar nicht mehr weg. Seufz.

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P.S. Beach House live: 28.08.Duisburg – 29.08. Frankfurt – 05.11. Hamburg – 10.11. Berlin – 13.11. Wien – 14.11. München – 16.11. Köln – 17.11. Lausanne

www.beachhousebaltimore.com
www.facebook.com/beachhouse

 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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