Ballad Bombs - CoverMit „And Then We Danced“ wird am 02.02.07 wohl eines der ungewöhnlichsten Alben in diesem Jahr veröffentlicht. Aufgenommen wurde die LP von den Ballad Bombs bereits Ende der 80er Jahre. Zu einer Veröffentlichung kam es jedoch nie, da sich die Band mit ihrer damaligen Plattenfirma zerstritten hatte und geschlagene 15 Jahre warten musste, bis die Rechte an „And Then We Danced“ wieder an sie zurückfielen. Im Jahr 2006 hat sich Mastermind Armin Johnert dann an das Remastering des Albums gewagt. Das Ergebnis verursachte auf der Myspace Seite der Band wahre Begeisterungsstürme. Im Gegensatz zu den heutigen Veröffentlichungen die zwanghaft versuchen nach 80er Jahre zu klingen, schafft es dieses Baby seine Mischung aus Wave und Pop-Rock spielend in diesem Genre zu platzieren.

Produziert wurde das Album damals von Matthias Reim, der später mit „Verdammt Ich Lieb Dich“ einen Nummer 1 Hit hatte. Zum Glück sucht man etwaige Schlageranleihen auf „And Then We Danced“ vergebens.
Schon nach kurzer Zeit werden die Facetten, die den Wave der 80er ausgemacht haben offensichtlich. Neben eingängigen Refrains und zackigen Rhythmen gibt es bei jedem Song eine hallende E-Gitarre auf die Ohren.
Die Einflüße von Bands wie „The Cure„, den frühen „U2„, „Joy Division“ und „New Order“ sind eindeutig vorhanden und machen diese Platte zu einer charmanten Zeitreise in eine gänzlich andere Zeit, wo Musik noch als sinnvolles Sprachrohr der Jugend galt.

Die zum Teil verträumten Melodiebögen bei Songs wie „Call Me“ , „Take Me“ oder „Young Europeans“ erzeugen beim Hören eine geradezu nostaligisch-romantische Stimmung wie man sie heutzutage nur noch sehr selten zu hören bekommt.
Auf der anderen Seite zeigen sich die Ballad Bombs mit Songs wie „(You Got A) Pretty Face“ oder „You’re In My Mind“ auch von ihrer poppigen Seite. Mit „You&I“ und dem genialen „All I Need“ gibt es noch zwei echte Hochkaräter, die das Zeug gehabt hätten (oder vielleicht noch haben?) zu richtigen Clubklassikern zu avancieren. Auch die restlichen Tracks klingen schlicht 80er like und vermitteln auch jenes Gefühl.
Wahrscheinlich wäre diese Platte derzeit zu einem echten Erfolg geworden, wenn es jene Streitigkeiten nicht gegeben hätte.

Auch wenn das Material etwas angestaubt klingt, dürfte „And Then We Danced“ für Fans des 80er Jahre Wave und der alternativen Pop-Rock Szene ein echtes Schmankerl sein. Reinhören lohnt sich!

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