Auch auf ihrem dritten Album „Dancing Through Dark Times“ zeigt sich das schwedische Trio Auto Auto gänzlich unbeeindruckt von aktuellen Trends und präsentiert seine ganz eigene Interpretation elektronischer Popmusik. Nach den zum Teil minimalistischen Ausflügen auf dem Vorgänger ‚Celeste‚, vermischen Auto Auto auf ihrem jüngsten Sprössling Synthiepop mit knackigen Clubsounds und trendigem Electroclash.

Die Unbeschwertheit, die den Produktionen von Auto Auto bisher innewohnte, bleibt auch auf dem dritten Silberling allgegenwärtig. So bedienen sich die Schweden schon beim beatlastigen Opener „Dancing Through Dark Times“ dem Sprechgesang, der von einem unverschämt eingängigen Refrain abgelöst wird. Rauer, und mit deutlich mehr „Clash“ versehen, jagt anschließend „Obstacles“ durch die Boxen, bevor es mit Tracks wie „Black Disco Ball„, „Re-Program Me“ oder „Lullaby“ deutlich poppiger und eingängiger wird.

Die aussergewöhnlichen Momente, die sich regelmäßig auf den Vorgängern eingeschlichen haben, finden sich auch auf „Dancing Through Dark Times“ wieder. Da gackert bei „Cigarettes And Contraband“ schon mal ein Huhn oder die elektronischen Klangerzeuger werden wie bei „Rabbits Of Belgium“ deutlich zurückgefahren und gegen eine Gitarre eingetauscht.
Die tanzbaren Momente finden sich in „Starcharts„, bei dem sich Auto Auto hörbar vom Futurepop haben inspirieren lassen, sowie bei den beiden Tracks „Someone Out There“ und „Cosmic Injustice„.

Dancing Through Dark Times“ ist auf Grund seiner stilistischen Vielfalt ein durchweg abwechslungsreiches und kurzweiliges Album geworden, das den typischen Auto Auto-Sound transportiert. Die Stärke des Longplayers liegt in seiner Gesamtheit und weniger in einzelnen Tracks, denn, und das ist das einzige kleine Manko, einen ‚Überhit‘ findet man hier leider nicht.

Auto Auto - Dancing Through Dark Times
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http://youtu.be/oRH_5wsE4m0

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