Ein australisches Geschwisterpaar, dessen Debüt teilweise von einer schottischen Musikergröße produziert wurde und das Teile des hier zu besprechenden zweiten Albums in einem alten Sägewerk in Cornwall aufgenommen hat – da geht dem Rezensenten schon das Herz auf. Und das, bevor er die überaus bezaubernde Musik der beiden gehört hat.

Also, die Stones haben jahrelang solo vor sich hin musiziert, bevor sie sich entschlossen ihre Songwriter-und-Sangesfähigkeiten zusammenzuwerfen. Beim Debüt „A Book Like This“ (2008) griff ihnen dann Fran Healy, seines Zeichens Frontmann von Travis, unter die Arme, und es gab viel Lob für ein gefühlvolles Werk.

Nun war man für den Nachfolger viel unterwegs, „Down The Way“ wurde über das erwähnte südenglische Sägewerk hinaus in London, New York und Coolangatta, Australien, aufgenommen, wobei die Geschwister sich dieses Mal gleich selbst die Produzentenrolle zugetraut haben.

Und herausgekommen ist ein wundervolles Album mit dem Fuß im Folk und dem Herzen im Pop, voller Melodien, Gefühle, toller Arrangements – neben klassischen Instrumenten und ein paar elektronischen Geräten kamen auch immer wieder Streicher zum Einsatz (beispielhaft gleich im ersten Song „Hold On“ zu bewundern). Großer Trumpf sind die Stimmen der beiden – zumeist ist es so, dass die-/derjenige, der den Song schreibt, ihn auch vorträgt -, bei denen man sich kaum entscheiden mag, wer einem besser gefällt. Die meist sanfte Stimme von Julia, die gelegentlich an Louise Rhodes (Lamb) und noch gelegentlicher an Björk erinnert, oder doch das kräftige und erstaunlich vielschichtige Organ von Angus, der auch die etwas druckvolleren Songs beisteuert.

Höhepunkte gibt es einige auf diesem abwechslungsreichen Album. „Black Crow“ mit seinem tollen Chrorrefrain, die melodische Ohrwurm-Single „Big Jet Plane“, das reichhaltig instrumentierte „And the Boys“ oder der Gefühlsorkan „Draw Your Swords“.

Down The Way“ ist eines dieser Alben, die man immer wieder einlegen kann und die einem stets ein Lächeln ins Gesicht zaubern können.

(Addison)

P.S. Live: 26.04. Köln – 27.04. München – 28.04. Berlin – 29.04. Hamburg

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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