Interview

André Steinigen (links) und seine Ahoi-Pop-Kollegen von Versus.
André Steinigen (links) und seine Ahoi-Pop-Kollegen von Versus.

Heute in der lustigen Interview-Runde auf depechemode.de: André Steinigen. Kennt ihr nicht? Solltet ihr aber. Der Herr ist nicht nur einer der nettesten Menschen, die ich jemals treffen durfte, quasi der Typ Mensch mit dem man sich stundenlang unterhalten kann und es trotzdem nicht langweilig wird, sondern auch noch ein wirklich guter Musiker. Seine Band „Versus“ zählt vielleicht vom Namen her zu den eher unbekannteren der Szene, kann aber qualitativ mit allen aktuellen Bands mithalten. Demnächst steht für André und Versus ein Auftritt beim e-only- Festival in Leipzig ins Haus, oder doch nicht?

Hallo André, ich nehme jetzt mal zum Einstieg die „Lieblingsbitte aller schlechten Journalisten“: Stell dich doch mal unseren Lesern vor! Aber mal ganz im Ernst, einige werden jetzt auf das Bild da oben starren und sich fragen “ Den kenn ich doch!“. Erklär das mal den Leuten, bevor ich das ausführlich in einer schlechten Einleitung tun muss.

Einen wunderschönen Guten Tag. Mein Name ist André Steinigen und ich darf heute das Herzblatt sein. Viele werden das Foto aus der Kategorie ‚The Sexiest Man Alive‘ kennen. Manche hingegen werden es mit meiner Band „Versus“ oder auch meiner Live-Aktivität mit „Nachtmahr“ in Verbindung bringen.

Bescheiden wie eh und je. So kennt man dich (lacht). Aber mal im Ernst, du leistest ja nicht nur Thomas Rainer und Gregor Beyerle bei „Nachtmahr“ Gesellschaft, sondern bist auch Herrscher über das Ahoi-Pop-Imperium von „Versus“. Wie sieht es denn da derzeit aus?

Bunt. Was heißt bunt: Eigentlich gerade eben eher dunkel. Ich liege im Krankenhaus, im worst case eine OP vor der Nase und darf weder essen noch trinken. Von daher ist nicht wirklich viel Ahoi-Stimmung aber das wird schon wieder.

An dieser Stelle erstmal Genesungswünsche von uns. Gute Besserung, André. Ich würde dir ja jetzt so im Besorgte-Mutti-Stil ein paar Bananen und Saft und ein Heft mit Kreuzworträtseln ins Krankenhaus bringen, aber da du weder essen noch trinken darfst und Kreuzworträtsel echt öde sein können, lasse ich das lieber. Sag mal, das Album „Different Twilight Places“ ist jetzt schon eine Weile her. Da wird es doch Zeit für einen Nachfolger, oder?

Ja, ich glaube schon. Aber gut, dass du ‚Different Twilight Places‘ erwähnst. Ein wirklich tolles Album, was aber relativ wenige Menschen interessiert hat (lacht). Aber gerade deshalb wird es Zeit für einen Nachfolger, auch wenn das mittlerweile aufgrund der zeitlichen Entfernung schon fast nach einem Comeback-Album klingt, obwohl wir ja nie wirklich weg waren.

Woran klemmt es denn?

An vielen Dingen. Ich bin nicht in der Situation, dass ich vom Musizieren leben kann. Das bedeutet, dass die Arbeit an und mit der Band vom zeitlichen Aufwand an dritter Stelle nach Job und Familie kommt. Hinzu kommt, dass ich kreativ arg eingeschränkt war oder mich selber eingeschränkt habe, weil ich nicht wusste wie es weitergehen kann und wird. Speziell was auch die Veröffentlichung von neuem Material betrifft. Ich kann mich nicht an die Maschinen, an neue Songs, vorhandene Demos oder neue Texte setzen, wenn ich diese innere Unruhe habe. Sicherlich ist das ein Manko. Aber „Versus“ war immer ein Output von innerer Überzeugung. Und diese hatte ich nicht immer zu 100%, wenngleich ich nie daran gezweifelt habe, mit dem Projekt weiterzuarbeiten.

Nun spielst du ja mit „Versus“ demnächst bei mir fast im Wohnzimmer. Nämlich beim e-only Festival in Leipzig. Was habt ihr denn so im Gepäck? Liebe? Herzchenluftballons? Liebeslieder?

Wenn alles gut läuft haben wir ein paar Minuten Ahoi-Pop, unsere Team Ahoi-Garde, Brausepulver, Wodka und verdammt gute Laune im Gepäck. Denn wie bereits erwähnt, wir bieten ja den Soundtrack zum Valentinstag (lacht).

Und wenn jetzt nicht alles gut läuft?

Dann komme ich nicht rechtzeitig aus dem Krankenhaus raus. Fakt ist: Wenn wir das e-only spielen – woran ich felsenfest glaube – wird es einen etwas entspannteren André auf der Bühne geben. Einfach, weil ich in der jetzigen Situation nicht wie ein Berserker über die Bühne rennen kann.

 Josie Leopold
Ich bin die kleine Schnatterschnute vom Dienst: bunt, glitzernd, voller verrückter Ideen. Wenn ich nicht gerade Interviews führe, Beiträge verfasse oder versuche Wordpress davon zu überzeugen doch bitte nett mit mir zu sein, versuche ich die Welt ein bisschen besser und bunter zu machen.

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