Das Musikjahr 2011 nimmt langsam aber sicher Fahrt auf und nach Covenant melden sich nun auch And One zurück. Als ersten Appetizer für das kommende Album Tanzomat, wurde „Zerstörer“ auserkoren und mit zwei zusätzlichen B-Seiten und drei Live Tracks kräftig aufgepimpt. Dennoch hinterlässt die Single einen faden Beigeschmack…

Man mag zu And One stehen, wie man möchte – wegzudenken ist die Band um Steve Naghavi aus der dunklen Elektrofraktion schon lange nicht mehr. Mit Alben wie I.S.T., Nordhausen oder Bodypop haben die Jungs es immer wieder geschafft neue Hits zu generieren. Gezielte Provokation, ob latent im Hintergrund oder offensichtlich in den Medien platziert, gehörten dabei regelmäßig zum Vermarktungskonzept.
Warum sollte es also bei „Zerstörer“ anders sein? Nachdem es vergangenes Jahr einige Diskussionen über das Bühnenoutfit von Steve N. in dem einen oder anderen Forum gab, dürften bei „Zerstörer“ einzelne Textpassagen für ‚Verwirrung‘ sorgen. Zeilen wie z.B. “Sieger ficken keine Tunten“ sind nicht nur von einer niveaulosen künstlerischen Art geprägt, sondern hinterlassen einfach einen absolut fragwürdigen Eindruck hinsichtlich der Toleranz anderen Menschen gegenüber. Auch sonst erschließt sich zum Text nicht wirklich ein Sinn. Soundtechnisch gibt es Suppe von gestern. Musikalischer Vakuum. Schade.

Besser, und damit kommen wir zu der kaufenswerten Seite dieser Single, sieht es da schon bei den B-Seiten aus. Mit „Sex Drive“ gibt es eine gefällige Popnummer im typischen And One Stil, wobei der tiefe Gesang von Steve hier deutlich Akzente setzen kann. Mit der schwermütigen Ballade „No Song For You“ spielen And One einen ersten Trumpf aus. Tolle Melodie und Instrumentierung. Getoppt wird der Song direkt im Anschluss allerdings von der genialen Live Version von „Mirror In Your Heart„. Auch „The Secret“ und „Military Fashion Show“ überzeugen und bringen die energetische Liveatmosphäre einer And One Show ins heimische Wohnzimmer.
Abgerundet wird die MCD von der ‚Original Version‘ von „Military Fashion Show“, einer groovenden ‚Dick Brave‘ Variante, welche die Band von einer ganz neuen Seite zeigt.

Zerstörer“ wäre ein durchaus gelungener Vorbote geworden, wenn da der schwache Titeltrack nicht wäre. Aber wie heißt es so schön: „Wenn das Wörtchen ‚wenn‘ nicht wäre…“

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10
Kommentare

  1. Martin
    10
    4.2.2011 - 10:50 Uhr

    Na dann hoffen wir doch mal das AND ONE die Vorgruppe auf der nächsten DM ist.

  2. Trine
    9
    4.2.2011 - 10:28 Uhr

    Toleranz hat nix mit TOLL zu tun! Ich mags auch nicht stehe aber jedem zu diesen Müll zu mögen und sich anzuhören.
    In meinen Augen klingen alle Songs gleich und die Stimme ist nicht nur live eine totale Zumutung. Zudem kann man den Verein auch nicht wirklich ernst nehmen und finde traurig das man nicht eher auf andere wirklich gute Bands schaut die in unseren Gefilden sind! Diese Band versaut mir jedes Festival auf dem die auftreten!! Und Monument: dies ist ein altes und bekanntes Problem: grad die DM-Fans haben die wenigste Toleranz!!!!

  3. Monument
    8
    1.2.2011 - 23:06 Uhr

    Wann lernen Forum Mitglieder endlich mal die Meinung von anderen zu akzeptieren. Wenn ich And One kritisiere ist das meine persönliche Meinung, die ich doch wohl noch äussern darf.
    Ich ziehe mich hiermit aus dem Forum zurück.
    Es sind mir zu viele engstirnige dabei, die sich gleich angegriffen fühlen, wenn man was negatives zu ihrem „Heiligen Gral“ sagt.

  4. Lucius
    7
    1.2.2011 - 22:19 Uhr

    Jeder weiss wie AND ONE ist. Ich find das Lied gut. Ende

  5. Weizenfieber
    6
    1.2.2011 - 21:48 Uhr

    And One forever!
    And One = Karten für 15€ = Hammer Konzert!
    DM = Karten für 100€ = Besch*** Konzert und nur eine Zugabe!
    Echt, nie wieder DM Live. Und Musikalisch ist bei denen auch nicht mehr so viel los :(
    Ok,ok! Der Song „Zerstörer“ ist das schlechteste was ich von And One je gehört habe und ich hoffe das die Tanzomat um längen besser wird. Und an all die die And One hassen: Warum seit ihr dan auf die News gegangen und habt euch vielleicht sogar die CD gekauft?!?

  6. 1.2.2011 - 20:57 Uhr

    @Kommentar #4: Wenn Alan einen schlechten Song remixen würde (was er wohl kaum täte), würden wir den schlechten Song mit seinem dummen Text immer noch schlecht finden. Das hat auch nichts mit Toleranz zu tun.

  7. Martin (nicht Lee)
    4
    1.2.2011 - 20:25 Uhr

    Hey, wie redet Ihr hier von einem DM-Fan?
    Ich kann eure Kritik leider nicht verstehen. Ist jeder Text den man auf anhieb nicht versteht scheisse? Vieleicht sollte man sich mal den Text genau anhören, dann versteht man ihn vielleicht auch (Thema: Sextourismus).
    Musikalisch ist es ein typisches AND ONE Lied like Deutschmaschine, Steine sind Steine oder Panzermensch.
    Ich finde es gut und hätte von den „Gleichgesinnten“ etwas mehr Toleranz erwartet.
    Was macht ihr denn wenn Alan einen Remix davon macht?

  8. Monument
    3
    1.2.2011 - 16:47 Uhr

    Traurig. And One ist leider einer dieser Bands, die nicht merken das der Zenit überschritten ist und es es Zeit ist aufzuhören und in Ehren abzutreten. Null Entwicklung. Und das sag ich als And One Fan der ersten Stunde! Aufgewärmte Synth Sounds der ersten LP`s . Ihre Musik lebt nur noch vom Memory Effekt anhand vertrauter Klänge. Die Texte wurden von LP zu LP immer einfallsloser und dämlicher.

    Der Titel „Zerstörer“ trifft leider im doppelten Sinne auf And One zu.Mythos zerstört. Schade

  9. ToldYouSo
    2
    31.1.2011 - 21:22 Uhr

    Jetzt mal im Ernst:
    Wer kann sich sowas anhören?
    – die Stimme des Möchtegern-Sängers ist unter aller Kanone
    – die Musik ist billiger als alles, was der MusicMaker an Samples anbietet (ist ja sowieso immer der gleiche Sound)
    – die Texte sind so dämlich, dass man eine Gänsehaut bekommt
    Warum bietet eine Seite, die sich der größten Bands aller Zeiten widmet, solch einem Mist ein Podium?
    Schämt Euch!

  10. The Fan
    1
    30.1.2011 - 19:31 Uhr

    Ich schließe mich ja eh selten Rezensionen auf depechemode.de an, aber hier trifft es den Nagel auf den Kopf. Der Titelsong ist einfach grausig, textlich sowie musikalisch. Zugegeben, die B-Seiten finde ich auch ziemlich lasch, aber das ist Geschmackssache. Den And One Jüngern wirds gefallen, mir als einfachem Fan nicht. Einziges Kaufargument die Live Tracks. Auf das neue Album bin ich dennoch gespannt, man kann nach diesem Machwerk nur noch das beste hoffen. Grüße