S.T.O.P.! Bevor Ihr weiter lest, möchten wir Euch darauf hinweisen, dass es sich bei der folgenden Plattenbesprechung um das aktuelle Album von And One handelt. S.T.O.P. Es ist daher nicht auszuschließen, dass sich hier auf Grund konträrer Meinungen ein gewisses Konfliktpotential entwickeln könnte. S.T.O.P. Wer trotz dieser Warnung weiterlesen möchte, kann das jetzt gerne tun!

Mit der Wahl eines passenden Albumtitels ist das ja immer so eine Sache. Suggeriert man dem Konsumenten schon im Vorhinein etwas, das möglicherweise dann doch nicht so eintrifft, oder sucht man einen ‚mysteriösen‘ Namen, etwas Persönliches oder beschränkt man sich dann doch lieber auf subtile aber treffende Worte?
S.T.O.P.“ fällt eher in die letzte Kategorie – keine Versprechungen, keine Rückschlüsse auf die Songs, sondern nur die Message: „Hey, halt mal an und hör rein!“.

Wer jetzt allerdings glaubt, dass S.T.O.P.ungepopt‚ und ‚untanzbar‚ ist, liegt meilenweit daneben. Das Gegenteil ist hier nämlich der Fall!
Schon mit den beiden Appetizern „Back Home“ und „Shouts Of Joy“ hat sich bei And One die Rückkehr zu alten Stärken angedeutet. Beide Singles sind wunderbar eingängig und poppig arrangiert, lassen dabei aber auch nicht den typischen Sound von And One vermissen. Dieser positive Eindruck manifestiert sich auch nach einigen Durchläufen von „S.T.O.P.“ nachhaltig.
Ja, liebe Leser, hier gibt es tatsächlich keine weltbewegenden Neuerungen und auch keine unglaublichen Innovationsschübe, dafür aber gut gemachten Synthiepop der Marke ‚And One‘.

Songs wie „Memory„, „Don’t Get Me Wrong„, „S.T.O.P. The Sun“ oder das leicht schwermütige „Killing The Mercy“ gehen ins Ohr, entfalten sich und werden auch nach diversen Durchläufen nicht langweilig. Auch musikalisch ist die Rückkehr von Joke Jay und Rick Schah deutlich hörbar und allgegenwärtig, was nicht zuletzt auch daran liegen dürfte, dass Joke gesanglich gleich mehrfach zu hören ist. Ein unbestreitbares Highlight des Albums ist „The End Of Your Life„.
And One meets Nitzer Ebb – zumindest was den gesanglichen Part angeht, denn für die Vocals hat sich die Band Douglas McCarthy ins Studio geholt. Das Ergebnis erinnert aber durchaus auch vom Sound an den letzten Silberling von Nitzer Ebb. Knackiger Bass, klare Soundstrukturen und die markante Stimme von Douglas hinterlassen hier ein mittelgroßes Ausrufezeichen.

Vielleicht I.S.T. es ja so, dass wir hier den Nachfolger der 90er Trilogie ( Flop, Spot, I.S.T. ) serviert bekommen haben? Vielleicht ist es aber auch einfach die Synergie von Steve, Joke und Rick, die hier voll zum Tragen kommt und aus „S.T.O.P.“ ein wirklich gutes Album gezaubert hat. Tipp!

And One – S.T.O.P. ( limited Edition )
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PS: Wer sich die limited Edition oder gar die Sammlerbox nach Hause holt, bekommt zusätzlich noch die Treibwerk EP, auf der es einen zweiten Song mit Douglas McCarthy und einen Track mit Eskil von Covenant zu hören gibt.

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Kommentare

  1. abassi
    32
    13.6.2012 - 9:08 Uhr

    Das Album ist durchweg schlecht, irgendwie hört es sich von Anfang bis zum Ende gleich an, ein Hit Potenzial sehe ich darin nicht.

  2. Christian
    31
    12.6.2012 - 22:44 Uhr

    @DM242

    Klar gibt es einen Unterschied zwischen Bushido, Metallica und Front 242, aber eben nicht zwischen Chrom, Carved Souls und Vanguard..