Zehn Jahre nach dem Split, haben sich Steve, Joke und Rick im vergangenen Jahr wieder zusammengerauft. Nachdem die Band 2011 vornehmlich auf Tournee war, folgt nun die erste gemeinsame Produktion seit zwölf Jahren. Getauft wurde die Vorabsingle für das im Mai erscheinende Album S.T.O.P. auf den passenden Namen „Back Home„.

In den 90er Jahren feierte das Trio mit Alben wie „Spot„, „Nordhausen“ und „9.9.99 9 Uhr“ auch kommerziell erste größere Erfolge und lieferte zudem Evergreens wie „Für„, „Get You Closer“ und „Sometimes“ ab. Mit ihrem neuesten Werk versuchen And One in ihrer schlagkräftigen Urbesetzung an eben diese Erfolge anzuknüpfen und das musikalische Vakuum, das sich bei den letzten Veröffentlichungen hörbar eingestellt hat, aufzubrechen.

Back Home“ kommt als 7-Track EP mit drei Mixes der Single, einer Live-Version von „High„, drei bisher unveröffentlichten B-Seiten sowie einem ‚Hidden Track‘.

Mit knackigem Bass, pathetischen ‚Fanfarentönen‘ und einem eingängigen Refrain schmeicheln sich And One gleich zu Beginn mit dem ‚Club Mix‘ von „Back Home“ zurück in die Gehörgänge und versprühen dabei den Charme früherer Produktionen. Überraschend ist dabei auch die gesangliche Unterstützung von Sophia, die bereits als Backgroundsängerin von Joke Jay in Erscheinung getreten ist, und hier zusätzliche Akzente setzen kann.
Für die Remixes haben And One neben Soundwizard Daniel Myer ( u.a. Covenant, Haujobb ) auch ihren Live-Keyboarder Nico Wieditz an die Regler gelassen. Der von Nico angefertigte „Mixed Conditioner“ Remix präsentiert sich dabei hörbar von den Depeche Mode Sounds der 90er Jahre beeinflusst und versprüht ein insgesamt düsteres Timbre als die restlichen Interpretationen der Single. Etwas dichter am ‚Club Mix‘ orientiert sich hingegen der von Daniel angefertigte „Berlin Mixer“, wobei das gesamte Soundsetup noch einen Tick moderner und akzentuierter wirkt.

Bei den B-Seiten überraschen And One zum Ende mit einer absolut untypischen Nummer. „Missing Track“ besticht durch feine Harmoniefolgen und dem vordergründigen Einsatz von Gitarren. Man könnte auch sagen: And One meets The Cure.
Platter wird es dagegen bei dem Song „Rick„. Hier trifft ein klassischer 80er Jahre Discobeat auf konservierte Synthiesounds, die mit einem oberflächlichen Text garniert werden. Überflüssig.
Einen Brückenschlag zu den vergangenen Veröffentlichungen wagen Steve, Joke und Rick hingegen mit dem balladesken „Wounds„, das letztendlich aber auch nur wenig Neues zu bieten hat. Abgerundet wird die „Back Home EP“ mit der von Joke Jay gesungenen Live-Version von „High„, die beim Abschlusskonzert der ‚Sextron Tour‘ in Peine aufgenommen wurde.

And One präsentieren sich auf „Back Home“ insgesamt von einer deutlich stärkeren Seite als noch bei den letzten Veröffentlichungen. Elementare Quantensprünge sind zwar auch dieses Mal nicht dabei, aber wie heißt es so schön: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

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Kommentare

  1. godzilla
    22
    27.1.2012 - 21:00 Uhr

    au weia

    back home ist personal jesus
    wounds passt auf jedes and one album
    rick ist pimmelmann; 80er? iss lange vorbei, hässliche sounds
    high, schöne nummer, tolle stimme, aber alt
    remix 1 sinnlos
    remix 2 versucht aus scheiße bon bons zu machen
    das andere ist dazu gemacht

  2. René
    21
    26.1.2012 - 16:56 Uhr

    Wenn bei „Missing Track“ überhaupt ’ne Gitarre zum Einsatz kommt? Für mich klingt das eher nach Software. Ich glaube nämlich das der Steve genauso gegen eine Gitarre ist wie manch anderer hier ;-)