amanda_blank Ein wenig wildes Genre-Hopping gefällig? Von 80er-Pop über Oldschool-Rap bis in modernere Electro-Gefilde? Von einer jungen Dame aus den USA, die ganz bestimmt nicht auf den Mund gefallen ist? Dann immer hereinspaziert hier!

Zur ersten Einordnung mag man die Musik der in Philadelphia geborenen Amanda Mallory mit den Werken von Kolleginnen wie M.I.A. oder Santigold (vorher Santogold) und Produktionen aus dem Hause Diplo und Spank Rock vergleichen. Mit letzteren drei Namen ist sie auch befreundet und auf Spank Rocks 2006er Album tauchte Miss Blank erstmals auf. Verschiedene Coproduktionen folgten und man merkte sich ihren Namen nicht nur, aber sicher auch durch die recht direkten, freizügigen Texte.

Und so heißt es dann hier: „Might like you better, if we slept together.“ Auch andere Titel wie „Make It Take It“ oder „Something Bigger Something Better“ dürfen durchaus sexuell gedeutet werden. Schön, dass auch mal die Damen sich so klar äußern.

Doch im Kern unseres Interesses soll die Musik bleiben. Die bietet hier, wie bereits angedeutet, einen satten Stilmix. Amanda Blank ist fähig, sowohl sprachgewandten und lässig fließenden Hip Hop abzuliefern (Hit: „Might Like You Better“), als auch poppige Electrosongs mit guter Gesangsleistung (Hits: „Shame On Me“ oder „DJ“) auf die Tanzfläche zu legen. So ist Vielseitigkeit der große Trumpf. Was sich auch an den Kooperationspartnern ablesen lässt. Die Herren Diplo und Switch (und andere) sorgen für die amtliche, electro-lastige und äußerst bassfreudige Produktion, Spank Rock gastiert bei der Sirenensalve „Gimme What You Got“. Von Freundin Santigold wird die Hälfte von deren Hit „I’m A Lady“ ausgeborgt, mit der fiesen LL Cool J-Schnulze „I Need Love“ verquirlt und somit in „A Love Song“ zu einem schicken neuen Chartskandidaten. Ganz am Schluss gastiert im verträumten „Leaving You Behind“ noch Schwedens vielbeschäftigter Popstar Lykke Li, mit der man derzeit nichts falsch machen kann.

Insgesamt eine hübsch bunte Wundertüte, die vielseitige Geschmäcker erfreuen wird, in keiner Minute langweilt und den einen oder anderen Hit mit Langzeitwirkung enthält.

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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Kommentar

  1. 10.9.2009 - 11:33 Uhr

    hört sich verrückt an xD