Lange hat es gedauert, das endgültige Comeback von Alphaville. Doch was lange währt, das wird ja bekanntlich gut. Wir sprechen hier schließlich auch von einer Band, die in den 80ern Welthits wie „Forever Young“ und „Big In Japan“ geschrieben hat, später aber auch mit schwindendem Interesse zu kämpfen hatte. Vergessen scheint diese Phase und die Oszillatoren von Korg, Roland und Moog feuern wieder kräftig in Richtung Charts.

Es waren die eingängigen Melodien und Marian Golds markante Stimme, die Alphaville in den frühen 80ern über Nacht zu Stars machten. Hits von damals schwirren auch heute noch durch die deutsche Radiolandschaft und versetzen den einen oder anderen Hörer in seine Jugend zurück.
Dass der frühere Erfolg von Alphaville in den 90ern auf der Strecke blieb ist kein Geheimnis und dürfte neben fehlendem Interesse an der Band, auch den wenig überzeugenden Alben der damaligen Zeit geschuldet sein. Sei’s drum, denn 13 Jahre nach „Salvation„, dem letzten regulären Studioalbum, melden sich die Münsteraner nun mit dem längst überfälligen Comeback zurück.

Mit dem ersten Appetizer „I Die For You Today“ sorgte die Band bereits im Spätsommer für Verzückung bei Fans und Kritikern. Kraftvoll, eingängig und markant ist die Vorabsingle zum sechsten Studioalbum geworden. Ein Ohrwurm wie man ihn von Alphaville kennt und den einige Fans vielleicht schon seit „Sounds Like A Melody“ sehnsüchtig erwartet haben. Ähnlich verhält es sich auch mit „Catching Rays On Giant„. Das Album geizt nicht mit potentiellen Hits, leistet sich allerdings auch kleinere Ausrutscher.

Los geht es mit „Song For No One„, einer gefälligen Popnummer, die durch das affektierte Gepfeife leider schnell ins Kitschige abdriftet.
Griffiger und deutlich ehrlicher wird es dagegen mit Songs wie „End Of The World„, „Call Me„, „Phantoms„, „Call Me Down“ und „Miracle Healing„. Diese Tracks zeigen eindrucksvoll, dass Alphaville auch 28 Jahre nach ihrer Gründung imstande sind, eingängige und moderne Lieder zu komponieren, die dem ewigen Schatten von ‚Forever Young‘ entfliehen können.
Überraschend frech und absolut tanzbar kommt zwischendurch „Gravitation Breakdown„! Eine perfekte Clubnummer, deren pumpender Beat sich deutlich vom Rest des Albums abhebt, was in erster Linie wohl dem Produzenten Sebastian Komor zu verdanken sein dürfte, der als Mitglied von Icon Of Coil bereits reichlich Erfahrung mit schweißtreibenden Clubhits sammeln konnte.
Die schwermütigen Balladen „The Deep“ und „Heaven On Earth“ runden mit viel Gefühl den Silberling ab.

Alphaville sind definitiv zurück und liefern mit „Catching Rays On Giant“ ein überzeugendes und vor allem abwechslungsreiches Comeback ab, das durchaus das Potential hat, an frühere Erfolge anzuschliessen. Kauftipp!

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www.alphaville.info

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7
Kommentare

  1. Bladerunner
    7
    1.12.2010 - 8:11 Uhr

    Ganz ganz tolles Album. Geht endlich mal wieder in Richtung Synthiepop wie damals mit dem Debutalbum. SO muss Alphaville klingen, alle Klangexperimente gegen Ende der 80er und Anfang der 90er hatten mit Alphaville nichts mehr zu tun. Jetzt sind sie endlich wieder da. Glückwunsch zum Top Ten-Erfolg.

  2. Al
    6
    30.11.2010 - 21:01 Uhr

    Laaangweilig, billige Popnummern. Hat absolut nichts mit Electro zu tun.

  3. Andy
    5
    30.11.2010 - 20:51 Uhr

    Alphaville hat hier wieder ein gutes Album herausgebracht, es ist schwer, sitzen zu bleiben, bei den treibenden Beats.

    Und die Single „I die for you today“ ist in meinen Ohren ein Knaller.
    Kauftipp auch von mir. :-)

  4. 30.11.2010 - 13:00 Uhr

    Habs zu Hause!!Ein sehr geiles Album.
    Gutes braucht manchmal halt ein bißchen mehr Zeit!!
    Gruß PD

  5. 29.11.2010 - 21:54 Uhr

    habe ich schon reingehört. ein rundum absolutes geiles album haben alphaville da hinbekommen. das album werde ich mir morgen gleich besorgen! LG

  6. 29.11.2010 - 15:49 Uhr

    Moin moin, ich habe mich bzw freue mich sehr über das Comeback von AplphVille, sie sind ein fester Bestandteil meiner CD Sammlung im Auto…allerdings muss ich sagen so gut mir die erste Singleauskopplung auch gefällt…es klingt wie AlphaVille 1985. Natürlich ist es geil wenn Bands einen Wiedererkennungsfaktor haben, bei DM ist es Stimme von Dave aber der Sound klingt auf jedem Album anders…nicht so bei AlphaVille…aber wie gesagt trotzdem sehr sehr geil!!!

  7. Stefan
    1
    29.11.2010 - 4:41 Uhr

    Da is Herrn Gold und Co ein supergeiles Album gelungen. Alphaville pur!!!