Alex ChristensenColdplay steht wegen ihres neuen Songs Every Teardrop Is A Waterfall juristischer Ärger ins Haus. Vor einer Woche hatte sich depechemode.de über Ähnlichkeiten der Single zu Ritmo De La Noche von Verona Poths ehemaliger Band Chocolate lustig gemacht. Doch einer kann darüber gar nicht lachen: Alex Christensen (u.a. U 96), Komponist des Tanzschulen-Klassikers aus dem Jahr 1990, droht Coldplay laut BILD-Zeitung mit einer Klage. Die könnte angesichts des zu erwartenden Erfolgs der Single gleich einige Millionen Euro schwer werden.

Coldplay räumen zwar ein, sich beim Schreiben des Songs inspiriert haben zu lassen. Sie berufen sich allerdings nicht auf Alex Christensen, sondern auf Peter Allen and Adrienne Anderson. Aus der Feder der beiden Musiker stammt der Song I Go To Rio, der 1976 weltweit ein Hit war. Chris Martin habe den Song in einer Nachclub-Szene des Films Biutiful gesehen und daraufhin von Anderson, Allen verstarb 1992, die Erlaubnis abgenommen, einige Harmonien für den neuen Coldplay-Hit zu verwenden. Entsprechend seien Allen und Anderson bei den Credits für das Songwriting vermerkt.

Sollte Christensen mit seiner Drohung tatsächlich Ernst machen, dürfte ein interessanter Prozess um Musikurheberrechte bevorstehen.

 Sven Plaggemeier
Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er zurzeit als Online-Projektmanager, Social Median und Online-Redakteur. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

Zur Startseite

14
Kommentare

  1. JJ
    14
    17.6.2011 - 10:31 Uhr

    Na dann ist doch klar, daß Mr. Christensen selber kopiert hat. Seine „Erfolge“ waren eh nur die, wo er sich von anderen Gruppen „inspiriert“ hat, seine eigenen Sachen, wie z.B. das Ding, was er beim Eurosongcontest gebracht hat, waren ja Flopps.

  2. alexseng
    13
    16.6.2011 - 8:29 Uhr

    Der deutsche Produzent und Komponist Alex Christensen | euromaxx
    http://www.youtube.com/watch?v=IlD9c620WjE

  3. rowdy79
    12
    15.6.2011 - 16:55 Uhr

    Ja wahnsinn….. Welch glorioses Beispiel, wie man es schafft, mit Sch…, wie „Ritmo de la Noche“, richtig Geld zu machen. Armseelig. Ich erinnere daran, dass der größte Hit von U96 auch nur ein Cover war… Und zwar eins zu eins mit ein bisl Beat und ein, zwei „one two three techno..“ und „emergency…“ – Amiga – Bench – Work – Samples, und jetzt von schönen Ärschen singen lässt, und glaubt, die Musik als Solches erfunden zu haben. Erstaunlich, was oder wen man heutzutage so als Komponist bezeichnet.

  4. 15.6.2011 - 16:23 Uhr

    Alex Christensen als Komponist zu beschreiben, ist nicht wirklich richtig.

    Sein Tanzklassiker von 1990 war eigentlich die Titelmusik zu Das Boot von 1982, sein „Hit“ „Du hast den geilsten Arsch der Welt“, der wohl seine Neigung zur Homoerotik so wie zu banaler Dummheit ausdrücken soll, ist schamlos gestohlen beim Hit „Runnaway“ vom Anfang der 90er. Wenn also jemand behauptet, A.C.’s Songs klingen wie Songs, die früher schonmal da waren, dann hat er einfach nur Recht und fertig. A.C. ist als Musiker und als Mensch unerträglich.