coverDas die alten EBM-Zeiten wieder voll in Mode sind, hat nicht nur die Reunion von Nitzer Ebb Mitte 2006 gezeigt. Mit Orange Sector meldete sich zuvor bereits eine weitere EBM-Legende aus vergangenen Tagen zurück. Zwar etwas jünger vom Gründungsdatum (ca. 1996) aber dennoch konsequent im Sound reihen sich auch Accessory in die Riege der bekannten „Alten“ ein. Nach zweijähriger Schaffenspause meldete sich die Band Anfang des Jahres mit „Ewigkeit“ auf dem ‚Machineries of Joy Vol.4‘ Sampler zurück. Mit Holy Machine veröffentlicht Accessory nun eine EP mit insgesamt sieben neuen Tracks und sechs weiteren Remixen der neuen Stücke.

Musikalisch setzen Accessory ihren Weg gekonnt fort. EBM meets Elektro umschreibt Tracks wie „Holy Machine“ oder „Ewigkeit“ wohl am besten. Melodischere Akzente setzt Dirk Steyer mit dem eingängigen „Kein Vergeben„, das im Refrain gänzlich aus dem Gesamtkontext fällt. Als krasses Gegenteil sei hier mal What The Hell Is… genannt, das mit brachialen Beats durch die Boxen stampft und in seiner Instrumentierung an Suicide Commando oder auch Hocico erinnert. Musikalisch ausgefallener wird es dagegen mit dem englischen Endorphine, das recht starke Einflüsse aus der aktuellen Clubszene hat. Auch Fireworlds orientiert sich an den aktuellen Trends der elektronischen Szene, wobei hier ausschließlich Sprachsamples zum Einsatz kommen.

Bei den Remixen konnten neben Cephalgy mit f.o.d. und Addicted Dreams auch Non-Labelpartner gewonnen werden. Gerade die beiden Letztgenannten präsentieren ‚Holy Machine‘ bzw. ‚Kein Vergeben‘ in clubtauglichen aber etwas seichteren Versionen. Experimentell wird es auf dem Album mit dem ‚Mentalic‘ Remix von „Ewigkeit“. Dieser driftet in den minimalistischen Klick-Klack Technobereich ab. Dichter und poppiger gestaltet sich dagegen der ‚Pandique Remix‘ von Kein Vergeben, der in einer wesentlich schnelleren Version durch die Boxen schießt.

Accessory liefern mit Holy Machine eine durchaus interessante EP ab, die sich diversen elektronischen Musikrichtungen öffnet aber dennoch den Kontakt zum Ursprung behält. Auch wenn Vielseitigkeit auf einem Album gern gesehen/gehört ist, wirkt diese auf dieser Veröffentlichung teilweise doch etwas unstrukturiert, was allerdings nichts an der Qualität ändert. Dennoch scheint Accessory in einer Art musikalischer Findungsphase zu sein?!

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