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Diese beiden Franzosen segeln hierzulande seit Jahren irgendwie unter dem Radar durch. Wenn man sich ihr drittes (Studio-)Album „We Cut The Night“ anhört, fragt man sich, warum und beschließt, dass sich das ändern muss. Malkovich, Malkovich, Malkovich.

Also erst einmal zur eigenwilligen Bandschreibweise: AaRON ist kein Name eines Bandmitgliedes, denn die heißen Olivier Coursier und Simon Buret. Das Ganze ist stattdessen eine Abkürzung für „Artificial animals Riding On Neverland“ (Bitte nicht nach der Klein- und Großschreibung fragen!), so hieß 2006 auch das Debütalbum, dem 2010 ein weiteres und 2011 ein Livealbum folgten. Und nun das bisherige Karrierehighlight „We Cut The Night“, mit dem die Band einen Neubeginn wagt.

Und das mit ziemlich unwiderstehlichem Electropop. Man kann schon sagen, dass sie diesem randvollen Genre zehn neue Perlen schenken. Beginnend mit dem ersten Song, der Single „Blouson Noir“, für deren Video sich kein Geringerer als John Malkovich zur Mitwirkung begeistern ließ:

Nach diesem Start ist das Album sofort auf Betriebstemparatur. Man weiß, wo man unterwegs ist – melodiös, elektronisch, mit warm klingenden Vocals (es wird hierbei mit beiden Stimmen gearbeitet, was die Vielfalt erhöht) – und dort spielt man seine Talente aus. „Magnetic Road“ hält nach dem Auftakt das Niveau oben. Dabei bewegt man sich zumeist im Midtempobereich, lässt aber die Bässe durchaus ordentlich tief darunter wummern.

Gleich danach lädt mit „The Leftovers“ die nächste Single zum Mitsingen ein, Ahaha-Chöre inklusive, während „Ride On“ klanglich gefühlt in den Keller hinabsteigt. Mit dem ein wenig in Hurts-Sphären wildernden „Onassis“ hat später auch der Beginn der zweiten Albumhälfte gleich einen Ohrwurm zu bieten, und auch der Titeltrack ist lässiger Synthiepop der ersten Wahl.

Selbst wenn sie das Tempo ganz weit herausnehmen, wie gegen Albumende hin, überzeugen die beiden Monsieurs. Ein rundum schönes Album, Steffen von DE/VISION ist begeistert, wir sind es auch. Und ihr?

Die depechemode.de-Wertung:
8 / 10

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P.S. AaRON kommen auf Tour:
24.08. Köln (c/o Pop Festival)
05.09. München (Ampere)
07.09. Hamburg (Häkken)
08.09. Berlin (Bi Nuu)
09.09. Heidelberg (Karlstorbahnhof)

www.aaronofficial.com
www.facebook.com/AaRONofficial

Letzte Aktualisierung: 10.6.2016 (c) depechemode.de

 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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